Wenn ein Poet zum Spion wird ... 3,5⭐️

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downey_jr Avatar

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„Die Reise ans Ende der Geschichte“ von Kristof Magnusson spricht mit einem originell gestalteten Cover und einem interessanten Plot an.
Anfang der 90er Jahre, die Welt ist im Umbruch, man strebt nach Frieden und Glück. Der junge, berühmte Dichter Jakob Dreiser lernt auf einer Gartenparty der russischen Botschaft den Doppelagenten Dieter Germeshausen kennen. Der möchte im Kasachstan noch ein letztes großes Ding drehen, bevor er untertaucht. Dafür möchte er Jakob Dreiser einsetzen, der es erst gar nicht glauben kann, dass er als Spion angeheuert wird. Und damit beginnt eine abenteuerliche Reise nach Kasachstan, die voller unerwarteter Wendungen und gefährlicher Herausforderungen ist.

Ich sage ehrlich, dass dieses Buch normalerweise nicht meinem üblichen Lesegeschmack entspricht Aber zwischen all der „schweren Kost“ war der Roman eine wirklich angenehme, unterhaltsame Abwechslung. Gut gefallen haben neben der wirklich fantasievollen (sicher nicht ganz realistischen) Story auch die vielfältigen, skurrilen Charaktere: Der steife Dieter Germeshausen, der locker-sympathische Dichter Jakob Dreiser, die trinkfeste Ex-Diplomatengattin Dominique Fishbowl sowie die undurchsichtige Fremdsprachenlehrerin Francesca Aquatone.

Der Schreibstil und Aufbau des Romans sind gut gelungen; es beginnt gleich mit der Vergiftung des Doppelagenten, bevor es dann von vorne beginnt ...
Auch die in den Roman eingebrachten historischen und kulturellen Fakten sind ein Pluspunkt.

Ich empfehle das Buch allen Leser*innen, die Lust auf einen absurd-unterhaltsamen Abenteuerroman haben.

Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag und Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar! 📚💚