Wenn wir immer wüssten, wo das Ende ist...

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meike84 Avatar

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„Die Reise ans Ende der Geschichte“ beginnt nur beinahe mit dem Ende des Buchs (sonst wäre es ja vielleicht nur halb so spannend…), macht aber direkt Lust, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Wer um alles in der Welt den etwas in die Jahre gekommenen Spion umbringen? Und welche Rolle spielt der junge Dichter Jakob Dreiser, mit dem sich Germeshausen in Kasachstan befindet?

Dies ist der erste Roman, das ich von Kristof Magnussen gelesen habe, doch der balancierende Anzugträger auf dem Cocktailglas des Covers versprach eine heitere und spannende Handlung - er hat mich nicht enttäuscht…

Glücklicherweise handelt es sich bei diesem Spionageroman um keine verwirrende Geschichte, in der es mir irgendwann nicht mehr möglich gewesen wäre, die Personen auseinanderzuhalten. Vielmehr sind mir nach der Lektüre Eindrücke präsent geblieben, die das Zeitgefühl der Wiedervereinigung spiegeln und mich vergleichen ließen, was mittlerweile aus den Hoffnungen und Versprechungen dieser „neuen“ Zeit geworden ist. Am wirklichen Ende der Geschichte kam in mir der Wunsch auf, dass es sich vielleicht doch nicht um das tatsächliche Ende der Geschichte handeln möge und Kristof Magnussen noch einen weiteren Teil rund um den lebenslustigen Poeten herausbringen wird…