Zeiten des Umbruchs?
Die Grundvoraussetzung, dass dieser Roman recht kurz nach dem Mauerfall spielt, hatte mich schon extrem neugierig gemacht. Perestroika und Agentenroman, wie das wohl zusammen kommen kann? Ein Thriller mit einem Doppelagenten und einem Dichter als Schlüsselfiguren. Was hat sich Kristof Magnusson da denn für einen Spionageroman überlegt, ausgerechnet in diesen Zeiten? Ja, genau wo man es am wenigsten erwartet in der Geschichte beginnt noch mal ein Abenteuer, eine unmögliche Historie. Denn wie wir heute wissen, bleibt Geschichte nie verschont von Arwohn und List, Liebe an den unmöglichsten Momenten und (vielleicht auch)Tod. Gleich zu Anfang wird uns das vom Autoren klar gemacht. Trotzdem wollen wir wissen, wie und warum es mir unseren "Glücksrittern" weiter geht, wo ihr Platz im Abenteuer ist. Die Sprache geleitet uns frech und pointiert und trotz des Hintergrunds auch mit Augenzwinkern durch die Geschichte. Ein klein wenig mehr Spannung hätte ich erwartet. Und das Cover ist zwar treffend, aber hätte mich so nie angesprochen.