Zwischen Goldgräberstimmung und Agenten-Absurditäten

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luise43 Avatar

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Kristof Magnussons „Die Reise ans Ende der Geschichte“ ist ein Roman, der die perfekte Balance hält: Er nimmt sich selbst nicht immer ernst, verliert dabei aber nie seine Relevanz. Wir landen direkt in den frühen 90ern – der Kalte Krieg ist vorbei, die Grenzen sind offen und in den Geheimdiensten herrscht eine bizarre Goldgräberstimmung.
Im Zentrum steht Germeshausen, ein Doppelagent alter Schule, der seinen Stern sinken sieht und es noch einmal wissen will. Sein Kompagnon für das „große Ding“: Der junge Poet und Charmeur Jakob Dreiser, der eigentlich noch auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Das ungleiche Duo bricht nach Kasachstan auf, um mit Hubschraubern zu dealen – ein Vorhaben, das erwartungsgemäß im herrlichen Chaos endet.
Magnusson verknüpft historische Fakten und reale Schauplätze mit einer irrwitzigen Story. Dank des schwarzen Humors und der bildhaften Sprache hatte ich beim Lesen oft ein Grinsen im Gesicht. Eine leichte, aber kluge Zeitreise, die mich glänzend unterhalten hat.