Drei Frauen, drei Zeiten, ein kraftvoller Widerhall

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Der erste Eindruck von Die Riesinnen ist erstaunlich atmosphärisch und poetisch. Schon die Beschreibung des Auftakts wirkt eindringlich: kraftvolle Bilder, eine fast mythische Präsenz und ein Schreibstil, der dunkel, dicht und zugleich zart wirkt. Das Cover – meist geprägt von Natur, Symbolik und Erde – passt perfekt zur Stimmung der Geschichte und weckt sofort Neugier auf die drei ungewöhnlichen Frauenfiguren.
Die Leseprobe beeindruckt durch ihre sprachliche Präzision und den ungewöhnlich starken Ton. Die Charaktere wirken tief verwurzelt in ihrer Umgebung und zugleich wie Fremdkörper darin – dieses Spannungsfeld macht sie sofort interessant. Liese, Cora und Eva erscheinen individuell, eigenwillig, verletzlich und zugleich kraftvoll. Besonders reizvoll ist die Mehrgenerationenperspektive, die verspricht, nicht nur persönliche Konflikte, sondern auch zeitliche Entwicklungen und familiäre Muster sichtbar zu machen.
Ich erwarte eine leise, aber kraftvolle Geschichte über Herkunft, Selbstfindung und die Frage, wie wir zu denen werden, die wir sind. Die Verbindung von Naturbildern, psychologischer Tiefe und feinem Humor lässt mich auf einen Roman hoffen, der lange nachhallt. Genau diese poetische Intensität macht mich neugierig – und ich würde das Buch sehr gerne weiterlesen.