Sehr spannend!!
Schon die ersten Sätze von Die Riesinnen entfalten eine eigentümliche Wucht. Die Figuren werden nicht behutsam eingeführt, sondern körperlich greifbar gemacht: mager, kantig, zu groß für das Dorf und für die Erwartungen, die man an sie richtet. Diese Überdeutlichkeit wirkt nicht überzeichnet, sondern schmerzhaft ehrlich. Wer so sichtbar ist, kann sich nicht entziehen – und genau daraus speist sich die leise Wut des Textes.
Wittenmoos im Schwarzwald erscheint als enger Raum, der seine Bewohner festlegt und festhält. Dass man „sofort weiß, wer sie ist“, erzählt von einer Dorfgemeinschaft, in der Identität kaum veränderbar scheint. Das erzeugt ein Gefühl von Beklemmung, aber auch von tiefer Verwurzelung, die sich nicht einfach abschütteln lässt.
Besonders reizvoll ist die Perspektive über drei Generationen. Liese, Cora und Eva stehen für unterschiedliche Haltungen gegenüber Herkunft und Freiheit, ohne sich je vollständig voneinander zu lösen. Der Roman verspricht keine einfache Ausbruchsgeschichte, sondern eine stille, vielschichtige Auseinandersetzung mit Mutter-Tochter-Beziehungen, Weitergabe und innerem Widerstand.
Sprachlich wirkt der Text präzise und poetisch, ohne gefällig zu sein. Die Riesinnen kündigt sich als ruhiger, eindringlicher Roman an, der weniger durch Handlung als durch Atmosphäre und innere Bewegung überzeugt und lange nachhallt.
Wittenmoos im Schwarzwald erscheint als enger Raum, der seine Bewohner festlegt und festhält. Dass man „sofort weiß, wer sie ist“, erzählt von einer Dorfgemeinschaft, in der Identität kaum veränderbar scheint. Das erzeugt ein Gefühl von Beklemmung, aber auch von tiefer Verwurzelung, die sich nicht einfach abschütteln lässt.
Besonders reizvoll ist die Perspektive über drei Generationen. Liese, Cora und Eva stehen für unterschiedliche Haltungen gegenüber Herkunft und Freiheit, ohne sich je vollständig voneinander zu lösen. Der Roman verspricht keine einfache Ausbruchsgeschichte, sondern eine stille, vielschichtige Auseinandersetzung mit Mutter-Tochter-Beziehungen, Weitergabe und innerem Widerstand.
Sprachlich wirkt der Text präzise und poetisch, ohne gefällig zu sein. Die Riesinnen kündigt sich als ruhiger, eindringlicher Roman an, der weniger durch Handlung als durch Atmosphäre und innere Bewegung überzeugt und lange nachhallt.