Wurzeln, die tragen und fesseln

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wortteufel Avatar

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Ein stiller Sog zieht mich bereits in den ersten Zeilen nach Wittenmoos hinein, in diese Welt aus Dunkelwald, Enge und drei Frauen, die größer sind als ihr Leben. Liese wächst aus den Seiten wie eine Gestalt aus Moos und Kälte – verletzlich, widerspenstig, gefangen in einem Alltag, der sie kleiner machen will, während sie selbst nur nach Atem sucht. Die Sprache ist rau und poetisch zugleich, dicht wie Nebel zwischen Tannen, und manchmal so scharf, dass sie brennt. Jede Zeile knackt vor Atmosphäre und Herzschwere. Was hier entsteht, ist ein Generationenporträt voller Sehnsucht, Erdung und leiser Revolte. Ein Buch, das unter die Haut kriecht und dort weiterwurzelt.