3 Generationen starker Schwarzwälderinnen
Hannah Häffner erzählt eine beeindruckende Geschichte von drei Generationen ungewöhnlicher Frauen in einem kleinen Schwarzwalddorf, Liese, Cora und Eva. Sie sind groß, dünn, knochig und haben rote Haare wie Putzwolle. Man nennt sie die Riesinnen, sie sind Außenseiter im Dorf. Alle streben sie zunächst in die Ferne, wollen weg aus der Enge des Dorfes, haben vage Pläne und sind doch verwurzelt in der Heimat, lieben vor allem ihren Wald. Dort finden sie Trost. Alle haben sie Pech mit den Männern, mit der Liebe, und finden ihren Weg allein, jede mit ihrer Tochter. Harte Arbeit und starker Wille führen die Frauen auch zum wirtschaftlichen Erfolg, gegen viele Widrigkeiten.
Glaubwürdig erzählt, also gut recherchiert, sind die Zeitumstände von den frühen 60er Jahren bis in die jüngere Vergangenheit. Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, alles im Präsens erzählt, in sehr kurzen Sätzen. Dafür sind ungewöhnlich viele Merksätze dabei, über die man nicht einfach hinweglesen kann, Lebensweisheiten der Frauen. Poetische Schilderungen, ungewöhnliche Bilder und Naturbeschreibungen bleiben haften. In der Schilderung des Schwarzwalds und des Lebens im Dorf hat der Roman seine Stärke.
Was mich etwas stört, ist das allzu Versöhnliche. Liese sagt sich noch: „Nicht, dass es gut wird, das will sie nicht behaupten. Nur dass es irgendwie gehen wird. … Es wird gehen, wie könnte es nicht.“ Es geht immer gut aus, alles fügt sich irgendwie. Den Männern geht es schlechter, die Frauen behaupten sich, alleinstehend mit Kind. „Wenn nur alles gut geht, und das wird es bestimmt.“ So endet der Roman. Lesenswert ist er allemal.
Glaubwürdig erzählt, also gut recherchiert, sind die Zeitumstände von den frühen 60er Jahren bis in die jüngere Vergangenheit. Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, alles im Präsens erzählt, in sehr kurzen Sätzen. Dafür sind ungewöhnlich viele Merksätze dabei, über die man nicht einfach hinweglesen kann, Lebensweisheiten der Frauen. Poetische Schilderungen, ungewöhnliche Bilder und Naturbeschreibungen bleiben haften. In der Schilderung des Schwarzwalds und des Lebens im Dorf hat der Roman seine Stärke.
Was mich etwas stört, ist das allzu Versöhnliche. Liese sagt sich noch: „Nicht, dass es gut wird, das will sie nicht behaupten. Nur dass es irgendwie gehen wird. … Es wird gehen, wie könnte es nicht.“ Es geht immer gut aus, alles fügt sich irgendwie. Den Männern geht es schlechter, die Frauen behaupten sich, alleinstehend mit Kind. „Wenn nur alles gut geht, und das wird es bestimmt.“ So endet der Roman. Lesenswert ist er allemal.