ausdrucksstark

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paulinemathildew Avatar

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So richtig was zu sagen zu dem Buch hab ich eigentlich nicht. Vielleicht, weil Hannah Häffner schon alles in diesem Buch gesagt hat, was dazu gesagt werden muss. Ich mag dieses Buch. Die Art, wie Hannah erzählt hat etwas, ist neu irgendwie. Wie ich mags, auch wenn ich dadurch irgendwie ‚gezwungen‘ war, langsamer zu lesen. Das ist kein Buch, durch das man fliegt, dafür ist es zu ruhig, zu DA. Zumindest für mich. So recht wissen, wie ich es besser erklären soll, tu ich nicht. Aber gut war es ohne Zweifel.
Ich mochte, wie schlicht und gleichzeitig poetisch das Buch teilweise erzählt wird. Es gibt so viele Wahrheiten die teilweise nur in Nebensätzen erwähnt werden, weil sie genauso zum Buch gehören wie der Rest auch. Es ist so neutral erzählt und dann irgendwie auch nicht. Mir gefällt, dass es aus drei Perspektiven erzählt wird, drei Generationen, drei Frauen. Und jede davon ist sie selbst und doch verschmelzen sie miteinander. Es ist spannend, zu lesen, wie sie sich weiterentwickeln, egal in welche Richtung. Was sie an Glauben und Denken mitgeben, was sie wann und wie ablegen, was sie sich wünschen und was sie nicht mögen. Die Geschichten der drei greift ineinander über, weil es letztendlich doch nur eine Große ist.
Ich würde nicht sagen, dass ich die Protagonisten zwingend sympathisch fand und das muss ich hier auch gar nicht, aber authentisch waren sie ohne Zweifel. Würde mir jemand sagen, dass ich eine Zusammenfassung dreier Leben, einer Familie gelesen habe, die es so tatsächlich gibt, ich würde es glauben. Sie sind so greifbar und gleichzeitig ist es, als würde man nur von weitem zuschauen, nicht direkt involviert sein, wie das bei anderen Romanen vielleicht der Fall ist. Aber das ist Teil der Geschichte und anders würde es auch nicht passen.
Ich würde nicht direkt sagen, dass es ein spannendes Buch ist, aber ich habe auch nicht den Eindruck, dass es das sein soll. Es ist eine Erzählung, eine Erzählung dreier Leben so, wie sie eben sind. Selbst wenn sie langweilig wären, fühlen sie sich immer noch echt an. Ein bisschen kommt mir das Buch auch so vor. Wie das Leben. Nicht zwingend eintönig, aber einfach da. Und das meine ich keineswegs negativ, nur weiß ich nicht, wie ich es groß anders beschreiben kann. Ich finde die Idee spannend und mir gefällt die Umsetzung sehr, auch wenn ich nicht wusste, was mich erwartet, letztendlich ist es so, wie es zu sein hat, dieses Buch. Der schreib und Erzählstil sind etwas Besonderes, so viel kann ich sagen. Und auch, wenn ich bis jetzt einiges zu sagen hab zu diesem Buch, weiß ich doch nicht so recht, was ich dazu noch sagen kann.

Fazit:
Es ist neu und irgendwie anders, zumindest für mich, realistisch, ruhig und neutral erzählt. Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch, es macht sie auf seine eigene Art und Weise besonders. Ich kann letztendlich nur sagen: Lest und seht selbst. Weil ich nicht weiß, was ich zu diesem Buch sonst noch sagen könnte.