Ausgegrenzt
Liese lebt im kleinen Schwarzwalddorf Wittenmoos, wo ihr immer wieder gezeigt wird, dass sie hier nicht willkommen ist und dazu passt. Allem Widerstand zum Trotz lebt sie ihr Leben und muss nach dem Tod ihres Mannes Verantwortung für die familiär geführte Metzgerei und ihre kleine Tochter Cora übernehmen. Diese ist ein eher rebellisches Mädchen und versucht ihr Glück außerhalb von Wittenmoos zu finden. Am Ende kehrt sie jedoch heim, mit vielen Erlebnissen aus mehreren Ländern im Gepäck, um dann ihrer Tochter Eva eine Heimat zu geben. Diese ist sehr naturverbunden und versucht ihren eigenen Weg zu finden, zwischen Wald und Leuten, die ihrer Familie nicht sonderlich wohl gesinnt sind. Man kann die einzelnen Wege der Frauen gut mitverfolgen. Teilweise fand ich es etwas langatmig beschrieben. Vor allem die kurzen, stakkatoartigen Sätze, haben bei mir eine gewisse Distanz zu den Frauen bewirkt, die bis zum Ende keine Nähe aufkommen ließ. Dadurch haben mich die drei Lebensgeschichten nicht wirklich berührt. Ich fand es aber fesselnd, wie jede der drei Protagonistinnen ihren eigenen Weg gefunden hat, um mit der jeweiligen Situation umzugehen. Am besten hat mir Eva gefallen, sie war am ehesten noch nahbar. Das Ende ist versöhnlich und rundet die Geschichte gut ab.