Bestes Buch seit langem

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careini Avatar

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Die Riesinnen erzählt die Geschichte von Liese, Cora und Eva Riessberger – drei Frauen aus drei Generationen, die in einem Schwarzwalddorf leben. Die „Riesinnen“, wie sie von allen im Dorf genannt werden, fühlen sich in Wittenmoos heimisch und fremd zugleich. Zwischen Enge und Verwurzelung ringen sie mit ihrer Herkunft, ihren Beziehungen und dem Wunsch nach einem unabhängigen, freien Leben.

Hannah Häffner schreibt so unglaublich ruhig, feinfühlig, poetisch und mit einer besonderen Beobachtungsgabe, dass ich gefühlt bei jedem Satz hängen geblieben bin und diesen vor lauter Schönheit hätte markieren können. Eine kleine Auswahl findet ihr wie gewohnt in den Slides.

Die Erzählweise des Buchs ist insgesamt eher langsam, aber auf eine positive Art. Das Buch wirkte auf mich im besten Sinne entschleunigend, ohne dabei jemals langweilig zu werden. Mir persönlich hat diese ruhige Handlung sehr gefallen und auch die Figuren fand ich sehr liebenswürdig, nahbar und vielschichtig.

Schon eine Weile hat mich kein Buch so sehr begeistert wie dieses!

Tatsächlich fällt mir nur ein einziger Kritikpunkt ein und der richtet sich eher an den Verlag als an Hannah Häffner und bezieht sich auf die Beschreibung auf dem Buchrücken „Ein lange nachhallender Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und Wurzeln …“ Das inzwischen gefühlt 1000-fach gelesenene und abgedroschene KI-Lieblingswort „nachhallen“ wird diesem wunderbaren Buch einfach nicht gerecht.

Und da der Buchrücken nicht in die Punktwertung einfließt, vergebe ich beseelte 5 von 5 Sternen