Die unsichtbare Grenze zwischen Freiheitssuche und Verwurzelung
"Die Riesinnen“ ist ein berührender Generationenroman über die Frauen der Familie Riessberger. Liese, Cora und Eva verbindet weit mehr als nur ihre auffällige Erscheinung - es sind vor allem ihre eigenwilligen Charaktere, mit denen sie immer wieder an den Konventionen des Dorfes Wittenmoos anecken. Als Außenseiterinnen stehen sie vor der Herausforderung, ihren Platz zwischen Heimatverbundenheit und dem drängenden Wunsch nach Freiheit zu finden.
Dabei gewinnt jede Generation ein kleines Stück mehr Unabhängigkeit, bleibt jedoch zugleich in den eigenen Vorstellungen davon gefangen und überträgt jene sehnsüchtigen Entwürfe als Last auf die nächste Tochter. Gelingt es Eva, der jüngsten Frau, diesen Kreislauf zu durchbrechen? Und befreit sie damit eventuell auch ihre Vorfahrinnen?
Hanna Häffner gießt die Konflikte und hochkomplexen Innenleben in eine bildgewaltige Sprache. Dadurch fesselte mich ihr Roman bis zur letzten Seite und ließ mich zwischendurch immer wieder pausieren. Nämlich dann, wenn Wahrheiten so formvollendet formuliert waren, dass sie unmittelbar die eigene Selbstreflexion anstießen. Am Ende hallen die Fragen nach, die weit über das Buch hinausreichen: Was verstehe ich selbst unter Heimat und welche unsichtbaren Lasten meiner Vorfahren trage ich noch immer mit mir herum?
Fazit: Eine Familiengeschichte, die Zeit und Raum für die eigenen Gedanken lässt, mich weiterhin beschäftigt und sicher viele Leser*innen ähnlich in ihren Bann ziehen wird.
Dabei gewinnt jede Generation ein kleines Stück mehr Unabhängigkeit, bleibt jedoch zugleich in den eigenen Vorstellungen davon gefangen und überträgt jene sehnsüchtigen Entwürfe als Last auf die nächste Tochter. Gelingt es Eva, der jüngsten Frau, diesen Kreislauf zu durchbrechen? Und befreit sie damit eventuell auch ihre Vorfahrinnen?
Hanna Häffner gießt die Konflikte und hochkomplexen Innenleben in eine bildgewaltige Sprache. Dadurch fesselte mich ihr Roman bis zur letzten Seite und ließ mich zwischendurch immer wieder pausieren. Nämlich dann, wenn Wahrheiten so formvollendet formuliert waren, dass sie unmittelbar die eigene Selbstreflexion anstießen. Am Ende hallen die Fragen nach, die weit über das Buch hinausreichen: Was verstehe ich selbst unter Heimat und welche unsichtbaren Lasten meiner Vorfahren trage ich noch immer mit mir herum?
Fazit: Eine Familiengeschichte, die Zeit und Raum für die eigenen Gedanken lässt, mich weiterhin beschäftigt und sicher viele Leser*innen ähnlich in ihren Bann ziehen wird.