Drei Frauen, drei Wege, eine Kraft, die bleibt
Die Riesinnen hat mich von der ersten Seite an gepackt – und ehrlich gesagt kaum mehr losgelassen. Es ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach liest, sondern erlebt. Schnell, intensiv, fast atemlos – und gleichzeitig mit einer Tiefe, die lange nachwirkt.
Was mich besonders begeistert hat, ist die klare Dreiteilung des Romans. Jede Generation bekommt ihren eigenen Raum, ihre eigene Stimme – und doch sind alle miteinander verbunden. Das gibt der Geschichte Struktur, ohne sie einzuengen, und lässt jede Figur wirklich wirken.
Mit Liese war ich sofort verbunden. Diese leise, zweifelnde, aber unglaublich starke Frau, die so viel trägt, ohne es selbst wirklich zu sehen. Man leidet mit ihr, hofft mit ihr und fragt sich immer wieder, woher sie diese Kraft nimmt. Gerade diese Mischung aus Beklemmung und gleichzeitig so viel innerer Stärke und Hoffnung hat mich tief berührt.
Cora hingegen hat es mir zunächst nicht leicht gemacht. Ihre Sehnsucht nach Freiheit ist spürbar, aber sie lebt sie auf eine ganz andere, oft impulsive und rastlose Weise aus. Ihr Trotz, ihre Waghalsigkeit – das hat mich manchmal auf Abstand gehalten. Gerade im Vergleich zu Liese wirkte ihr Verhalten stellenweise fast wie ein Aufbegehren gegen all das, was ihr gegeben wurde. Vielleicht auch, weil man mit zunehmender Lebenserfahrung manches anders bewertet.
Und doch: Je weiter ihre Geschichte voranschreitet, desto mehr verändert sich der Blick. Nach ihrer Rückkehr gewinnt Cora an Tiefe, an Reife, an innerer Klarheit. Plötzlich entsteht eine Nähe, die vorher gefehlt hat. Am Ende stand sie mir genauso nah wie Liese – nur auf eine ganz andere Weise.
Der dritte Teil bringt noch einmal eine neue Perspektive hinein. Die Enkelin, die sich bewusst entscheidet zurückzukehren, ihren eigenen Weg zu gehen und als Försterin eine Verbindung zur Vergangenheit und zur Natur schafft. Auch hier zeigt sich wieder diese leise, aber kraftvolle Entwicklung, die sich durch das ganze Buch zieht: Frauen, die ihren Platz suchen – und ihn irgendwann auch finden.
Was das Buch für mich so besonders macht, ist neben den Figuren vor allem die Sprache. Sie trägt die gesamte Geschichte. Unaufgeregt, eindringlich, atmosphärisch – sie zieht einen hinein, ohne laut zu werden, und hält einen dort fest.
Fazit:
Ein intensiver, vielschichtiger Roman über Generationen, über Herkunft, Freiheit und die unterschiedlichen Wege, mit dem Leben umzugehen.
Drei Frauen, drei Perspektiven – und eine gemeinsame Kraft, die alles miteinander verbindet.
Ein Buch, das ich wirklich geliebt habe.
Was mich besonders begeistert hat, ist die klare Dreiteilung des Romans. Jede Generation bekommt ihren eigenen Raum, ihre eigene Stimme – und doch sind alle miteinander verbunden. Das gibt der Geschichte Struktur, ohne sie einzuengen, und lässt jede Figur wirklich wirken.
Mit Liese war ich sofort verbunden. Diese leise, zweifelnde, aber unglaublich starke Frau, die so viel trägt, ohne es selbst wirklich zu sehen. Man leidet mit ihr, hofft mit ihr und fragt sich immer wieder, woher sie diese Kraft nimmt. Gerade diese Mischung aus Beklemmung und gleichzeitig so viel innerer Stärke und Hoffnung hat mich tief berührt.
Cora hingegen hat es mir zunächst nicht leicht gemacht. Ihre Sehnsucht nach Freiheit ist spürbar, aber sie lebt sie auf eine ganz andere, oft impulsive und rastlose Weise aus. Ihr Trotz, ihre Waghalsigkeit – das hat mich manchmal auf Abstand gehalten. Gerade im Vergleich zu Liese wirkte ihr Verhalten stellenweise fast wie ein Aufbegehren gegen all das, was ihr gegeben wurde. Vielleicht auch, weil man mit zunehmender Lebenserfahrung manches anders bewertet.
Und doch: Je weiter ihre Geschichte voranschreitet, desto mehr verändert sich der Blick. Nach ihrer Rückkehr gewinnt Cora an Tiefe, an Reife, an innerer Klarheit. Plötzlich entsteht eine Nähe, die vorher gefehlt hat. Am Ende stand sie mir genauso nah wie Liese – nur auf eine ganz andere Weise.
Der dritte Teil bringt noch einmal eine neue Perspektive hinein. Die Enkelin, die sich bewusst entscheidet zurückzukehren, ihren eigenen Weg zu gehen und als Försterin eine Verbindung zur Vergangenheit und zur Natur schafft. Auch hier zeigt sich wieder diese leise, aber kraftvolle Entwicklung, die sich durch das ganze Buch zieht: Frauen, die ihren Platz suchen – und ihn irgendwann auch finden.
Was das Buch für mich so besonders macht, ist neben den Figuren vor allem die Sprache. Sie trägt die gesamte Geschichte. Unaufgeregt, eindringlich, atmosphärisch – sie zieht einen hinein, ohne laut zu werden, und hält einen dort fest.
Fazit:
Ein intensiver, vielschichtiger Roman über Generationen, über Herkunft, Freiheit und die unterschiedlichen Wege, mit dem Leben umzugehen.
Drei Frauen, drei Perspektiven – und eine gemeinsame Kraft, die alles miteinander verbindet.
Ein Buch, das ich wirklich geliebt habe.