Ein Buch voller Menschlichkeit. Berührend. Jeder Satz.
Die Riesinnen – Hannah Häffner
Liese lebt in einer lieblosen, sprachlosen Ehe mit Bernhard, dem Fleischersohn, erwartet ein Kind. Die Tochter Cora sieht aus wie die Mutter, sehr groß, knochig, rote, lockige Haare, so wie auch schon ihre Mutter „passt sie nicht ins Dorf“.
Als ihr Mann plötzlich verstirbt, ist Liese auf sich allein gestellt. Sie übernimmt die Fleischerei und lernt. Alles. „Am ärgsten ist der Geruch an ihr. (…) Metall, Rost, Blutstaub. Auch den erdigen Geruch von Knochenmark erkennt sie.“ Sie arbeitet bis zur Erschöpfung und bringt die Fleischerei zum Laufen. Ja, manchmal denkt sie darüber nach, wie ein anderes Leben gewesen wäre, mit einem anderen Mann oder an einem anderen Ort.
Cora entfernt sich in der Teenager-Zeit von der Mutter, sie wissen nichts mehr voneinander „Es ist ein wackeliges Kartenhaus, in dem sie leben.“ Cora befreit sich aus der Enge des Dorfes, sie reist herum und kommt schwanger zurück.
Gemeinsam ziehen Liese und Cora die kleine Eva groß. Eva wächst im Restaurant auf, das ihre Mutter gegründet hat. Sie hat ein unerschütterliches Selbstbewusstsein, anders als Mutter und Großmutter.
Diese drei Frauen bleiben ihr Leben lang verbunden, nichts kann sie erschüttern, auch gemeinsames Unglück nicht. Ab und zu kreuzen mal Männer ihre Wege, aber meistens passt es nicht zusammen. Aber sie interessieren sich für ihre Mitmenschen, sich hilfsbereit und offen.
In einfacher Sprache, wird Lieses Leben erzählt, einfache Gedanken, so wie ihr Alltag, trostlos. Mit zunehmender Selbstständigkeit und Verantwortung für ihr Leben wird auch die Erzählstruktur komplexer und dynamischer. Auch Cora und Eva sind immer wieder auf der Suche, wo sie hingehören und welchen Platz sie einnehmen wollen.
Die Natur in ihrer magischen Kraft wird voller Poesie gezeichnet, der Schwarzwald wirkt düster und auch bedrohlich: „Der Winter ist so kalt, so lang, dass man ihn gerade noch übersteht, ohne verrückt zu werden.“ Aber die Natur entfaltet sich auch in all ihrer Schönheit, sie liefert Trost und Eva findet ihre Heimat im Wald.
Ein Buch voller Menschlichkeit. Berührend. Jeder Satz.
Penguin 2026
Liese lebt in einer lieblosen, sprachlosen Ehe mit Bernhard, dem Fleischersohn, erwartet ein Kind. Die Tochter Cora sieht aus wie die Mutter, sehr groß, knochig, rote, lockige Haare, so wie auch schon ihre Mutter „passt sie nicht ins Dorf“.
Als ihr Mann plötzlich verstirbt, ist Liese auf sich allein gestellt. Sie übernimmt die Fleischerei und lernt. Alles. „Am ärgsten ist der Geruch an ihr. (…) Metall, Rost, Blutstaub. Auch den erdigen Geruch von Knochenmark erkennt sie.“ Sie arbeitet bis zur Erschöpfung und bringt die Fleischerei zum Laufen. Ja, manchmal denkt sie darüber nach, wie ein anderes Leben gewesen wäre, mit einem anderen Mann oder an einem anderen Ort.
Cora entfernt sich in der Teenager-Zeit von der Mutter, sie wissen nichts mehr voneinander „Es ist ein wackeliges Kartenhaus, in dem sie leben.“ Cora befreit sich aus der Enge des Dorfes, sie reist herum und kommt schwanger zurück.
Gemeinsam ziehen Liese und Cora die kleine Eva groß. Eva wächst im Restaurant auf, das ihre Mutter gegründet hat. Sie hat ein unerschütterliches Selbstbewusstsein, anders als Mutter und Großmutter.
Diese drei Frauen bleiben ihr Leben lang verbunden, nichts kann sie erschüttern, auch gemeinsames Unglück nicht. Ab und zu kreuzen mal Männer ihre Wege, aber meistens passt es nicht zusammen. Aber sie interessieren sich für ihre Mitmenschen, sich hilfsbereit und offen.
In einfacher Sprache, wird Lieses Leben erzählt, einfache Gedanken, so wie ihr Alltag, trostlos. Mit zunehmender Selbstständigkeit und Verantwortung für ihr Leben wird auch die Erzählstruktur komplexer und dynamischer. Auch Cora und Eva sind immer wieder auf der Suche, wo sie hingehören und welchen Platz sie einnehmen wollen.
Die Natur in ihrer magischen Kraft wird voller Poesie gezeichnet, der Schwarzwald wirkt düster und auch bedrohlich: „Der Winter ist so kalt, so lang, dass man ihn gerade noch übersteht, ohne verrückt zu werden.“ Aber die Natur entfaltet sich auch in all ihrer Schönheit, sie liefert Trost und Eva findet ihre Heimat im Wald.
Ein Buch voller Menschlichkeit. Berührend. Jeder Satz.
Penguin 2026