Größe Sprachkunst!
Ich habe ein Jahreshighlight gefunden. Das Buch hat mich nachdenklich gemacht, es hat mich mit seiner Atmosphäre umsponnen und mit einer außerordentlichen Sprache schlicht umgehauen!
"Die Riesinnen" von Hannah Häffner ist ein Roman, der sich leise anschleicht und dann lange nachhallt. Im Zentrum stehen drei Frauen aus verschiedenen Generationen, die in einem abgelegenen Dorf im Schwarzwald leben, einen Ort, der ebenso Schutzraum wie Begrenzung ist.
Häffner erzählt keine laute Geschichte, sondern eine, die sich über Stimmungen, Bilder und innere Bewegungen entfaltet.
Was sofort auffällt, ist die Sprache: Sie ist so leicht dabei gleichzeitig rau und kantig und wunderschön! Genau diese Mischung macht den besonderen Reiz des Romans aus. Häffner findet einen Ton, der schwebt und zugleich erdet.
Bildhaft, präzise und manchmal überraschend roh zieht sich der Stil durch die gesamte Erzählung und verleiht ihr eine ganz eigene Intensität.
Naturbeschreibungen und innere Zustände greifen dabei ineinander und verstärken sich gegenseitig, sodass eine dichte, atmosphärische Welt entsteht.
Die Figuren sind das eigentliche Herz des Romans. Jede der drei Frauen trägt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Verletzungen und Sehnsüchte. Dabei geht es weniger um spektakuläre Handlung als um das Ringen mit dem eigenen Platz in der Welt und mit den Erwartungen, die von außen kommen oder in der Familie weitergegeben werden.
Diese leisen Konflikte werden mit viel Sensibilität dargestellt.
Themen wie Heimat, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung ziehen sich durch das ganze Buch. Häffner stellt dabei immer wieder die Frage, ob Herkunft Halt gibt oder eher einengend wirkt.
Besonders spannend ist, wie sich die Beziehungen zwischen den Generationen entwickeln,geprägt von Nähe, Distanz und unausgesprochenen Spannungen.
Insgesamt ist Die Riesinnen ein stiller, aber kraftvoller Roman, der weniger über Handlung als über Gefühl und Atmosphäre funktioniert. Er bleibt im Kopf, gerade weil er nicht versucht, sich aufzudrängen, sondern langsam, fast behutsam eine Wirkung entfaltet, die mit Wucht nachhallt!
Ein Kunstwerk!
"Die Riesinnen" von Hannah Häffner ist ein Roman, der sich leise anschleicht und dann lange nachhallt. Im Zentrum stehen drei Frauen aus verschiedenen Generationen, die in einem abgelegenen Dorf im Schwarzwald leben, einen Ort, der ebenso Schutzraum wie Begrenzung ist.
Häffner erzählt keine laute Geschichte, sondern eine, die sich über Stimmungen, Bilder und innere Bewegungen entfaltet.
Was sofort auffällt, ist die Sprache: Sie ist so leicht dabei gleichzeitig rau und kantig und wunderschön! Genau diese Mischung macht den besonderen Reiz des Romans aus. Häffner findet einen Ton, der schwebt und zugleich erdet.
Bildhaft, präzise und manchmal überraschend roh zieht sich der Stil durch die gesamte Erzählung und verleiht ihr eine ganz eigene Intensität.
Naturbeschreibungen und innere Zustände greifen dabei ineinander und verstärken sich gegenseitig, sodass eine dichte, atmosphärische Welt entsteht.
Die Figuren sind das eigentliche Herz des Romans. Jede der drei Frauen trägt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Verletzungen und Sehnsüchte. Dabei geht es weniger um spektakuläre Handlung als um das Ringen mit dem eigenen Platz in der Welt und mit den Erwartungen, die von außen kommen oder in der Familie weitergegeben werden.
Diese leisen Konflikte werden mit viel Sensibilität dargestellt.
Themen wie Heimat, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung ziehen sich durch das ganze Buch. Häffner stellt dabei immer wieder die Frage, ob Herkunft Halt gibt oder eher einengend wirkt.
Besonders spannend ist, wie sich die Beziehungen zwischen den Generationen entwickeln,geprägt von Nähe, Distanz und unausgesprochenen Spannungen.
Insgesamt ist Die Riesinnen ein stiller, aber kraftvoller Roman, der weniger über Handlung als über Gefühl und Atmosphäre funktioniert. Er bleibt im Kopf, gerade weil er nicht versucht, sich aufzudrängen, sondern langsam, fast behutsam eine Wirkung entfaltet, die mit Wucht nachhallt!
Ein Kunstwerk!