Große Frauen

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stoepfel Avatar

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Nicht nur körperlich, auch mental sind diese Frauen groß.
Liese, Cora, Eva.
Sie leben ihre Leben im kleinen Wittenmoos, stechen heraus, sowohl körperlich als auch durch das, was und wie sie es machen.

Liese muss sich früh allein durchschlagen und wird kritisch beäugt
Rebellierend stößt Cora, die ja eigentlich Cornelia heißt, an ihre Grenzen und kehrt in die heimatliche Geborgenheit zurück.
Eva sucht und findet ihre Mitte, verwurzelt dort.

Sie alle einen die Wurzeln, der nahe Wald als Symbol dafür.
Sie eint auch die tiefe, unerschütterliche Liebe und ein Urvertrauen zueinander. Und dieses den Frauen schon immer eigene "Weitermachen", Aufgeben ist keine Option. Heute nennt man das wohl Empowerment.

Und so hält Wittenmoos für sie viele Schicksalsschläge, aber eben auch diese Urkraft bereit, aus der sie schöpfen können.

All das erzählt Hannah Häffner in einem Schreibstil, in den ich mich sehr schnell geradezu verliebt habe.
So alltäglich und weitgehend unspektakulär der Inhalt sein mag, er wird so bildhaft erzählt, dass alles vor dem lesenden Auge erscheint.
Der Wald, die Metzgerei, die Frauen, ihre kleine Welt.

Ein Buch, das sich unglaublich gut lesen lässt, im tiefsten Sinne feministisch ist und zumindest mich unheimlich geerdet hat.
Grandios.

Ich danke dem Verlag und vorablesen.de für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.