Leben im Hier und Jetzt
Der kleine Ort Wittenmoos im Schwarzwald, umgeben von dichten Wäldern, ist für drei Generationen starker Frauen schützende Heimat und beengtes Dasein zugleich. Kann man im Mutterboden verwurzelt sein und doch in die Welt hinaus fliegen? Wer dieser Frage auf den Grund gehen will, dürfte im Buch „Die Riesinnen“ von Hannah Häffner fündig werden, denn „Heimat ist wofür man sich entscheidet“ (Zitat).
Lieselotte, ihre Tochter Cora und Enkelin Eva, ragen aus der kleinen Dorfgemeinschaft heraus und dies nicht nur wegen ihrer Körpergröße nebst leuchtend rotblonden Wurzelhaar, sondern auch wegen ihres zähen Mutes und der Fähigkeit, sich selbst immer wieder neu zu erfinden. Das Überstehen von Katastrophen steckt ihnen im Blut, sie wurzeln tief und leben mit all ihrer Kraft im Hier und Jetzt. Die Autorin bringt es auf den Punkt indem sie in einer Art Parabel über Haushund Percy schreibt, dass er nur die Gegenwart begreift, diese jedoch in all ihrer Klarheit.
Männer spielen im Buch eine eher untergeordnete Rolle, sie agieren vielmehr als Ballast, ohne den die Frauen ihre Wege leichter meistern können. Auch die Dorfbewohner sind Statisten am Rande, gerne auch mal mit gutmenschlichen Ansichten oder unfreundlicher Ignoranz. So kann es in kleinen Dorfgemeinschaften manchmal sein. Wer aus den unterschiedlichsten Gründen nicht ins Schema passt, hat es oft schwer und das vererbt sich sogar weiter.
Dieses Buch ist voll fein ziselierter Sätze, bei denen es fast weh tut, so schön sind sie zu lesen. Möglicherweise erscheint dem Leser manches aber auch zu scharfkantig formuliert, doch sollte er bedenken, dass die Geschichte im alemannischen Sprachraum spielt. Wer selbst solch einen Dialekt spricht, weiß um Wortkargheit mancher Mitmenschen. Darum ist auch das Nichtgesagte so wichtig, offenbart es doch viel von der Gedankenwelt der drei Frauen.
Hat mir dieses Buch gefallen? Oh ja. Ich habe mich regelrecht darin verloren. Diese drei tapferen Riesinnen durch die Jahrzehnte zu begleiten war erfüllend zu lesen. Ein herausragendes Werk und eine der Leseperlen, für die man einen besonderen Platz im Regal sucht, damit man es ja schnell findet, falls man es noch mal lesen möchte. Und das kann sehr gut sein…
Lieselotte, ihre Tochter Cora und Enkelin Eva, ragen aus der kleinen Dorfgemeinschaft heraus und dies nicht nur wegen ihrer Körpergröße nebst leuchtend rotblonden Wurzelhaar, sondern auch wegen ihres zähen Mutes und der Fähigkeit, sich selbst immer wieder neu zu erfinden. Das Überstehen von Katastrophen steckt ihnen im Blut, sie wurzeln tief und leben mit all ihrer Kraft im Hier und Jetzt. Die Autorin bringt es auf den Punkt indem sie in einer Art Parabel über Haushund Percy schreibt, dass er nur die Gegenwart begreift, diese jedoch in all ihrer Klarheit.
Männer spielen im Buch eine eher untergeordnete Rolle, sie agieren vielmehr als Ballast, ohne den die Frauen ihre Wege leichter meistern können. Auch die Dorfbewohner sind Statisten am Rande, gerne auch mal mit gutmenschlichen Ansichten oder unfreundlicher Ignoranz. So kann es in kleinen Dorfgemeinschaften manchmal sein. Wer aus den unterschiedlichsten Gründen nicht ins Schema passt, hat es oft schwer und das vererbt sich sogar weiter.
Dieses Buch ist voll fein ziselierter Sätze, bei denen es fast weh tut, so schön sind sie zu lesen. Möglicherweise erscheint dem Leser manches aber auch zu scharfkantig formuliert, doch sollte er bedenken, dass die Geschichte im alemannischen Sprachraum spielt. Wer selbst solch einen Dialekt spricht, weiß um Wortkargheit mancher Mitmenschen. Darum ist auch das Nichtgesagte so wichtig, offenbart es doch viel von der Gedankenwelt der drei Frauen.
Hat mir dieses Buch gefallen? Oh ja. Ich habe mich regelrecht darin verloren. Diese drei tapferen Riesinnen durch die Jahrzehnte zu begleiten war erfüllend zu lesen. Ein herausragendes Werk und eine der Leseperlen, für die man einen besonderen Platz im Regal sucht, damit man es ja schnell findet, falls man es noch mal lesen möchte. Und das kann sehr gut sein…