Riesig

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Ihr lest gerne Familiengeschichten, auch über starke Frauen, die nicht nur optisch hervorstechen, (groß und rothaarig), wunderbare Naturbeschreibungen, dann seid Ihr mit diesem Buch genau richtig.
Die oft poetische Sprache erweckte schnell Bilder in meinem Kopf. So viele kleine und größere Naturbeschreibungen aus dem Schwarzwald und vor allem die drei Hauptcharaktere machen das Buch zu einem Lesegenuss, was sicher auch daran liegt, dass ich aus einer ähnlichen Gegend komme.

»Heimat ist ein Wort, das ihr nicht über die Lippen kommt, aber in den Knochen steckt es ihr schon.«
Mit "Die Riesinnen" erzählt Hannah Häffner nun den Alltag in dem erdachten Dorf Wittenmoos im Schwarzwald. Sie erweckt die schwarzen, unwirktlichen Wälder und kargen Wiesen in unserer Fantasie, schreibt von "Gewittern, die es ernst meinen", von der dörflichen Enge, der Not und dem Drang, daraus auszubrechen. Alle drei Frauen haben das Gefühl der Fremdheit und des Anderssein. Trotzdem sind sie vor Ort, in ihrer Heimat, so etwas wie verwurzelte Menschen.
Dieses dörfliche Leben fühlt sich dabei real an und ist mir noch gut bekannt. Diese Mischung von Enge, diese Regeln und doch auch so etwas wie Geborgenheit. Das kenne ich auch noch gut. Die Bauernhöfe, der wilde Wald und die Gerüchteküche, die strengen Dorfregeln. Was zeichnet dieses Umfeld aus, die Nachbarn, Familie und man selbst. Wie kann ich man mit mehr Ecken und Kanten, als die Umgebung vielleicht zu akzeptieren bereit ist, leben. Wie kann man zu Riesinnen werden.