Schwachstellen der Gesellschaft
Wir Menschen ordnen einander schnell aufgrund von Äußerlichkeiten in Gruppen zu. So passiert es auch in Hannah Häffners „Die Riesinnen“.
Liese, Cora und Eva fallen durch ihre Größe und Statur auf. Die drei Frauen sind groß und schlank, etwas, dass man in ihrem Dorf im Schwarzwald nicht gewohnt ist. Doch ist das ein Freifahrtschein für Ausgrenzung und Betrug?
Ich habe mich von dem Roman gut unterhalten gefühlt. Die Größe kommt bereits im Titel als Bindeglied zur Sprache. Doch während sich Oma Liese unterordnet und versucht, die Metzgerei ihres verstorbenen Mannes fortzuführen (dabei stößt sie als Frau auf viele Hindernisse) , wofür sie ihre Träume hinten anstellt, ist Tochter Cora eine Rebellin, die ihren Platz finden muss. Enkelin Eva zieht es in die Natur. Doch egal, wohin, alle drei stoßen auf Abneigung und Hindernisse. Leider werden die einzelnen Hindernisse und damit verbundenen Themen zu wenig vertieft, um dauerhaft Eindruck bei mir zu hinterlassen.
Bemerkenswert dagegen ist Häffners Schreibstil. Sie drückt sich sehr prosaisch und ästhetisch aus, womit sie meine Aufmerksamkeit hält. Auch ihre Art, zwischen den Frauen zu wechseln, kommt gut bei mir an. Zum Beispiel gefällt mir, wie Liese bei Coras Weggang über ihre Träume nachdenkt. Oder wie die Mitarbeiter sich gegen die neue Chefin zu Wehr setzen. Diese Szenen bleiben haften.
Insgesamt ist der Roman sehr wichtig, zeigt er uns doch die Schwachstellen der Gesellschaft. Allerdings fehlt bei vielen Themen die Tiefe- sie sind zu ruhig dargestellt und nicht zu Ende gedacht. Ich gebe vier Sterne.
Liese, Cora und Eva fallen durch ihre Größe und Statur auf. Die drei Frauen sind groß und schlank, etwas, dass man in ihrem Dorf im Schwarzwald nicht gewohnt ist. Doch ist das ein Freifahrtschein für Ausgrenzung und Betrug?
Ich habe mich von dem Roman gut unterhalten gefühlt. Die Größe kommt bereits im Titel als Bindeglied zur Sprache. Doch während sich Oma Liese unterordnet und versucht, die Metzgerei ihres verstorbenen Mannes fortzuführen (dabei stößt sie als Frau auf viele Hindernisse) , wofür sie ihre Träume hinten anstellt, ist Tochter Cora eine Rebellin, die ihren Platz finden muss. Enkelin Eva zieht es in die Natur. Doch egal, wohin, alle drei stoßen auf Abneigung und Hindernisse. Leider werden die einzelnen Hindernisse und damit verbundenen Themen zu wenig vertieft, um dauerhaft Eindruck bei mir zu hinterlassen.
Bemerkenswert dagegen ist Häffners Schreibstil. Sie drückt sich sehr prosaisch und ästhetisch aus, womit sie meine Aufmerksamkeit hält. Auch ihre Art, zwischen den Frauen zu wechseln, kommt gut bei mir an. Zum Beispiel gefällt mir, wie Liese bei Coras Weggang über ihre Träume nachdenkt. Oder wie die Mitarbeiter sich gegen die neue Chefin zu Wehr setzen. Diese Szenen bleiben haften.
Insgesamt ist der Roman sehr wichtig, zeigt er uns doch die Schwachstellen der Gesellschaft. Allerdings fehlt bei vielen Themen die Tiefe- sie sind zu ruhig dargestellt und nicht zu Ende gedacht. Ich gebe vier Sterne.