Sie sind anders und doch machen sie es richtig
Wie die Zeit uns verändert. Drei Frauen, drei Generationen, so spürbar deutlich dargestellt und unglaublich fesselnd zu lesen.
Die Riesinnen, so werden Liese, Cora und später auch Eva Riesberger in dem kleinen Dorf im Schwarzwald genannt. Liese die Mutter, eine sehr schlanke große Person mit kupferroten Haaren, hat ihr Aussehen fast identisch an ihre Tochter weitergegeben und diese schließlich auch an ihr Kind Eva. Sie unterscheiden sich aber nicht nur durch ihr besonderes Aussehen von den anderen Dorfbewohnern, auch scheinen sie durch ihr Auftreten nie richtig in das Dorfgefüge zu passen. Auf welch gemeine Weise sie das zu spüren bekommen, kann ich bereits auf den ersten Seiten dieses Buches lesen. Das Leben dieser Frauen wird berührend, offen und unverblümt erzählt. Ich konnte sehr gut mit ihnen mitfühlen.
Liese ist eine starke Frau, die, als sie heiratet, ihre Stärke nicht wirklich ausleben kann. Sie bekommt ein Kind und ordnet sich ihrem Mann und dem Dorfleben unter. Glücklich wirkt sie dabei nicht. Der einzige Lichtblick ist ihre Tochter, die aber vom Vater alles andere als erwünscht scheint. Das Leben dieser Familie nimmt eine enorme Wendung und schließlich steht Liese alleinerziehend und als Chefin einer Metzgerei da. Sie muss sich selbst einarbeiten und sich gegenüber den Angestellten durchsetzen. In den sechziger Jahren, in einem kleinen hinterwäldlerischen Dorf, ist das keine leichte Aufgabe. Aber sie setzt sich durch. Vor allem ihrem Kind Cora möchte sie ein sicheres Zuhause bieten. Die Sorgen, welche die alleinerziehende Liese bei der Erziehung ihrer Tochter begleiten, konnte ich gut nachvollziehen. Nicht nur Liese hatte es im Dorf nicht einfach, auch Cora bekommt schnell zu spüren, dass sie nicht wirklich dazugehört. Allerdings scheint Cora das weniger auszumachen. Ich fand es unglaublich spannend, das Leben dieser Frauen zu begleiten. Die vielen Hürden, die sie zu bewältigen haben. Die vielen Schikanen, die sie über sich ergehen lassen mussten und wie erstaunlich tapfer sie trotzdem immer weiterkämpften. Einzig die kleine Eva scheint im Dorf ohne Hindernisse angenommen zu werden. Was ein klein wenig auch daran liegen mag, dass sich die Zeiten ändern, neue Bewohner hinzukommen und die alten Vorurteile langsam verschwinden.
Die Entwicklung der Menschen des Dorfes fand ich besonders spannend. Da ich selbst aus einem kleinen Ort stamme, kann ich mir gut denken, wie weltfremd und veraltet die Lebensweise in den Sechzigerjahren noch gewesen sein muss. Die Autorin hat das hier sehr gut dargestellt. Umso interessanter wurde es dann, als Cora heranwuchs und sich überhaupt nicht an die Sitten und Bräuche halten wollte, die der Mutter zwar ebenfalls ein Graus waren, deren sie sich aber meistens fügte. Cora liebt die Freiheit und kostet sie aus. Ihre Welt wird gleich viel größer als die von Liese. Doch weit kommt sie damit nicht. Plötzlich ist auch für sie die Freiheit Geschichte.
Das Buch erzählt davon, wie sich die Welt über drei Generationen verändert. Von dem Gefühl eingesperrt zu sein und ebenso davon, wie es sich anfühlt, frei zu sein und dabei die Grenzen selbst auszuloten. Es erzählt von dem Wunsch fortzugehen, aber auch von dem Gefühl in die Heimat zurückzukehren. Ich lese von Träumen und davon, wie schnell sich alles ändern kann. Die Frauen in diesem Buch entscheiden sich bewusst dafür, ihr Leben ohne Männer zu meistern. Sie sind sich selbst genug. Auch das fand ich spannend. Besonders rührend aber fand ich die Mutter-Kind-Beziehungen, die sich zwar von einer Mutter zur anderen etwas veränderte, bei denen ich aber die unerschütterliche Liebe zum Kind deutlich spüren konnte.
Die Riesinnen, so werden Liese, Cora und später auch Eva Riesberger in dem kleinen Dorf im Schwarzwald genannt. Liese die Mutter, eine sehr schlanke große Person mit kupferroten Haaren, hat ihr Aussehen fast identisch an ihre Tochter weitergegeben und diese schließlich auch an ihr Kind Eva. Sie unterscheiden sich aber nicht nur durch ihr besonderes Aussehen von den anderen Dorfbewohnern, auch scheinen sie durch ihr Auftreten nie richtig in das Dorfgefüge zu passen. Auf welch gemeine Weise sie das zu spüren bekommen, kann ich bereits auf den ersten Seiten dieses Buches lesen. Das Leben dieser Frauen wird berührend, offen und unverblümt erzählt. Ich konnte sehr gut mit ihnen mitfühlen.
Liese ist eine starke Frau, die, als sie heiratet, ihre Stärke nicht wirklich ausleben kann. Sie bekommt ein Kind und ordnet sich ihrem Mann und dem Dorfleben unter. Glücklich wirkt sie dabei nicht. Der einzige Lichtblick ist ihre Tochter, die aber vom Vater alles andere als erwünscht scheint. Das Leben dieser Familie nimmt eine enorme Wendung und schließlich steht Liese alleinerziehend und als Chefin einer Metzgerei da. Sie muss sich selbst einarbeiten und sich gegenüber den Angestellten durchsetzen. In den sechziger Jahren, in einem kleinen hinterwäldlerischen Dorf, ist das keine leichte Aufgabe. Aber sie setzt sich durch. Vor allem ihrem Kind Cora möchte sie ein sicheres Zuhause bieten. Die Sorgen, welche die alleinerziehende Liese bei der Erziehung ihrer Tochter begleiten, konnte ich gut nachvollziehen. Nicht nur Liese hatte es im Dorf nicht einfach, auch Cora bekommt schnell zu spüren, dass sie nicht wirklich dazugehört. Allerdings scheint Cora das weniger auszumachen. Ich fand es unglaublich spannend, das Leben dieser Frauen zu begleiten. Die vielen Hürden, die sie zu bewältigen haben. Die vielen Schikanen, die sie über sich ergehen lassen mussten und wie erstaunlich tapfer sie trotzdem immer weiterkämpften. Einzig die kleine Eva scheint im Dorf ohne Hindernisse angenommen zu werden. Was ein klein wenig auch daran liegen mag, dass sich die Zeiten ändern, neue Bewohner hinzukommen und die alten Vorurteile langsam verschwinden.
Die Entwicklung der Menschen des Dorfes fand ich besonders spannend. Da ich selbst aus einem kleinen Ort stamme, kann ich mir gut denken, wie weltfremd und veraltet die Lebensweise in den Sechzigerjahren noch gewesen sein muss. Die Autorin hat das hier sehr gut dargestellt. Umso interessanter wurde es dann, als Cora heranwuchs und sich überhaupt nicht an die Sitten und Bräuche halten wollte, die der Mutter zwar ebenfalls ein Graus waren, deren sie sich aber meistens fügte. Cora liebt die Freiheit und kostet sie aus. Ihre Welt wird gleich viel größer als die von Liese. Doch weit kommt sie damit nicht. Plötzlich ist auch für sie die Freiheit Geschichte.
Das Buch erzählt davon, wie sich die Welt über drei Generationen verändert. Von dem Gefühl eingesperrt zu sein und ebenso davon, wie es sich anfühlt, frei zu sein und dabei die Grenzen selbst auszuloten. Es erzählt von dem Wunsch fortzugehen, aber auch von dem Gefühl in die Heimat zurückzukehren. Ich lese von Träumen und davon, wie schnell sich alles ändern kann. Die Frauen in diesem Buch entscheiden sich bewusst dafür, ihr Leben ohne Männer zu meistern. Sie sind sich selbst genug. Auch das fand ich spannend. Besonders rührend aber fand ich die Mutter-Kind-Beziehungen, die sich zwar von einer Mutter zur anderen etwas veränderte, bei denen ich aber die unerschütterliche Liebe zum Kind deutlich spüren konnte.