So authentisch geschrieben

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verena000 Avatar

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Hannah Häffners Roman „Die Riesinnen“ erzählt die Geschichte von drei Generationen von Frauen (Großmutter, Mutter und Tochter), die über Zeit und Lebensumstände hinweg eines verbindet: Der Wunsch, aus ihrer Heimat auszubrechen, um dann doch zu merken, dass zur ihrer Heimat eine unvergleichliche Bindung besteht, die sie zurückhält oder wieder zurückführt. Neben dem Thema Weggehen oder Bleiben, spielt auch familiärer Zusammenhalt eine zentrale Rolle in der Geschichte.

Besonders beeindruckt hat mich die authentische Darstellung der jeweiligen Zeit. Jede Figur fügt sich mit ihren Äußerungen oder Gedankengängen perfekt in den jeweiligen Zeitabschnitt ein. So hatte ich z. B. das Gefühl, dass Liese so denkt und spricht wie meine eigene Oma. Diese Passung entsteht vor allem durch den großartigen, gefühlvollen Schreibstil der Autorin. Die Geschichte lebt weniger von großen, spektakulären Handlungen, sondern entfaltet ihre Wirkung zwischen den Zeilen. Der Roman hat mich sehr berührt, weil Häffner Worte für Empfindungen findet, die mir selbst oft fehlen. Ich habe den Roman regelrecht verschlungen. Auch das ansprechend gestaltete Buchcover rundet den positiven Gesamteindruck wunderbar ab.

„Die Riesinnen“ ist ein sehr empfehlenswerter und rundum gelungener Roman. Ich habe schon lange keine Geschichte mehr gelesen die mich so gefesselt und berührt hat.