Starkes Frauenbild

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"Die Riesinnen" von Hannah Häffner ist eine Geschichte über Rolle der Frau- über 3 Generationen hinweg geprägt durch den Schwarzwald. Viele Geschichten ranken sich um den Schwarzwald. Die Dunkelheit, Bedrohung aber auch Freiheit, Stille und Tiefgründigkeit. Dies alles beeinflusst die Personen die in diesem Umfeld aufwachsen und mit ihm verbunden sind. So geht es auch den Riesinnen. Lieselotte lebt im Dorf Wittenmoos. Sie ist eine junge und einfache Frau, führt ein beschauliches Leben und hat wenige Ansprüche. Sie hadert mich sich und dem Leben, hat Träume, die sie nie erfülle kann. Dies spiegelt sich wunderbar im Schreibstil wieder. Ungewöhnlich, mit kurzen Sätzen, stilvollen Pausen und zeigt die innere Zerrissenheit bildlich. Lieselotte ist gefangen in ihrem Leben, in ihrem Körper, passt irgendwie nicht ins Bild des Dorfes. Doch Auswege gibt es immer. Das Schicksal drängt sie immer wieder zu Entscheidungen, fordert sie und stärkt sie. Auch ihre Tochter Cora passt nicht nach Wittenmoos, zu auffällig, zu anders, aneckend. Die Perspektive ändert mit dem Heranwachsen der Tochter. Wir lernen Lieselotte aus ihren Augen kennen. Auch Cora möchte den Schwarzwald verlassen und sich lösen. Doch das Band ist stark. Eine Geschichte über 3 Generationen mit den gleichen Wurzeln, tief in die Heimat verankert. 3 Frauen, die ihren Platz im Leben einnehmen, auffällig, stark und interessant. Ein ruhiges Buch, dem es doch nicht an Spannung fehlt, da man mit den Frauen mitfühlt, die gegen Vorurteile kämpfen, Fehler machen und aus diesen lernen.