Wortgewaltiges Familienporträt
„Die Riesinnen“ ist die Art Generationenroman, bei dem man sich wünscht, dass er nie enden würde! Hannah Häffner erzählt so atmosphärisch und sprachlich wunderschön und hat mit den drei Riessberger-Frauen einzigartige, eigenwillige und starke Persönlichkeiten geschaffen, die sich den gesellschaftlichen Konventionen ihrer jeweiligen Zeit stellen und sich in der dörflichen Gemeinschaft behaupten müssen. Die Frauen sind sehr unterschiedlich und in gewissen Punkten doch sehr gleich. Sie sind eher für sich, distanziert und stoßen nicht immer auf Verständnis; untereinander bilden sie aber eine Einheit, die nichts erschüttern kann.
„Da ist viel in den Dingen, die nicht gesagt werden. Überhaupt sind Liese und Cora groß darin, Dinge nicht zu sagen. Sie schauen sich kurz an und wissen alles.“ (S. 299)
Alle drei treiben Themen wie Heimat und Zugehörigkeit herum; sie gehen ihren Weg konsequent, auch wenn dieser nicht immer einfach ist und auch nicht linear verläuft: Während Liese den Schwarzwald nie verlassen hat und sich ihre Stellung im Dorf erkämpft, zieht es ihre Tochter Cora in die Ferne. In der Heimat hält sie wenig; sie will raus, reist durch die Weltgeschichte, blüht auf, ehe sie schließlich doch wieder zurückkehrt. Coras Tochter Eva ist ein Kind der Natur und liebt ihre Heimat, doch auch sie probiert sich aus, zieht in die Stadt, kann ihre Heimat aber doch nicht hinter sich lassen. Der Wald, als immer präsentes Element, gibt den Frauen Halt und ein Gefühl von Zuhause und holt sie früher oder später alle zu sich zurück.
„Dieser Wald, den man nicht aus sich herausbekommt, auch wenn man ihn verlässt. Der wurzelt, unter dem Herzen, hinter den Lungen, und man hört ihn deiner Sprache an und sieht ihn in deinen Augen.“ (S. 8)
Die Riesinnen war für mich der perfekte Abschluss meines Lesejahres 2025 und ich kann allen, die langsame und eindringliche Geschichten wertschätzen, diese besonders ans Herz legen.
„Da ist viel in den Dingen, die nicht gesagt werden. Überhaupt sind Liese und Cora groß darin, Dinge nicht zu sagen. Sie schauen sich kurz an und wissen alles.“ (S. 299)
Alle drei treiben Themen wie Heimat und Zugehörigkeit herum; sie gehen ihren Weg konsequent, auch wenn dieser nicht immer einfach ist und auch nicht linear verläuft: Während Liese den Schwarzwald nie verlassen hat und sich ihre Stellung im Dorf erkämpft, zieht es ihre Tochter Cora in die Ferne. In der Heimat hält sie wenig; sie will raus, reist durch die Weltgeschichte, blüht auf, ehe sie schließlich doch wieder zurückkehrt. Coras Tochter Eva ist ein Kind der Natur und liebt ihre Heimat, doch auch sie probiert sich aus, zieht in die Stadt, kann ihre Heimat aber doch nicht hinter sich lassen. Der Wald, als immer präsentes Element, gibt den Frauen Halt und ein Gefühl von Zuhause und holt sie früher oder später alle zu sich zurück.
„Dieser Wald, den man nicht aus sich herausbekommt, auch wenn man ihn verlässt. Der wurzelt, unter dem Herzen, hinter den Lungen, und man hört ihn deiner Sprache an und sieht ihn in deinen Augen.“ (S. 8)
Die Riesinnen war für mich der perfekte Abschluss meines Lesejahres 2025 und ich kann allen, die langsame und eindringliche Geschichten wertschätzen, diese besonders ans Herz legen.