Chaotisch

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f1rreefall Avatar

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Es schmerzt mich wirklich, diesem Buch keine höhere Bewertung geben zu können. Der Vorgänger „Moralische Ambition“ hat mich total mitgerissen und von mir fünf Sterne bekommen. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an dieses schmale Büchlein mit gerade einmal 80 Seiten.

Leider konnte ich daraus kaum etwas für mich mitnehmen. Auf so wenigen Seiten werden viele Gedanken angerissen, aber kaum einer wirklich vertieft. Stattdessen wiederholt Rutger Bregman manche Aussagen mehrfach, sodass für neue Impulse oder eine tiefere Auseinandersetzung kaum Platz bleibt.
Etwas irritiert hat mich außerdem, dass der Autor mehrfach betont, keine Spaltung zwischen links und rechts fördern zu wollen, dann aber ausgerechnet linke Positionen oder Akteure wiederholt kritisiert. Das wirkte auf mich nicht ganz stimmig.

Insgesamt hatte ich am Ende das Gefühl, gar nicht so richtig verstanden zu haben, was mir dieses Buch eigentlich vermitteln wollte. Zwischen Wiederholungen, Gedankensprüngen und ständig wechselnden Themen fehlte mir ein roter Faden. Ich habe das Buch beendet und hatte leider nicht das Gefühl, etwas Neues gelernt oder einen Gedanken wirklich vertieft zu haben. Schade. Gerade weil ich den Vorgänger so stark fand, hatte ich mir von diesem Buch deutlich mehr erhofft.