Die Hoffnung stirbt zuletzt

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Rutger Bregman ist ein niederländischer Historiker, der als einer der innovativsten seiner Zunft gilt. Das schmale Büchlein gibt vier seiner Vorträge wieder, die er für die Reihe BBC Reith Lectures gehalten hat. "Eine Zeit der Monster", "Wie man eine moralische Revolution beginnt", "Eine Verschwörung der Anständigen" und "Der Kampf für die Menschlichkeit im Zeitalter der Maschine" heißen die Vorträge. Sie sind nicht beliebig aneinandergereiht, sondern spiegeln eine Entwicklung der Gedanken wider, die sich daran orientiert, was eine gute Predigt ausmacht. Nach Bregman machen eine gute Predigt die Bestandteile der Notlage, der Rettung und der Dankbarkeit aus. Die Notlage macht er anschaulicht am Beispiel der USA, deren Entwicklung er mit dem Niedergang des Römischen Reiches vergleicht, und an der Entwicklung Europas, die ihn an den Niedergang Venedigs erinnert. Er analysiert verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen und kommt zu dem hoffnungsvollen Schluss, dass nicht alles verloren ist und man Hoffnung haben darf, dass sich ein neuer Humanismus durchsetzt, dass die fähigsten Köpfe der Unis nicht mehr überlegen, wie man mehr Werbeklicks generiert oder PowerPointPräsentationen für Audits vorbereiten, sondern an der Entwicklung neuer Technologien arbeiten, um die zentralen Probleme Wohnraum, Klima und Gesundheit voranzubringen. Man hofft so sehr, dass Berman nicht grundlos Hoffnung hegt.