Gibt Gute Denkansätze

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Rutger Bregmans Vortragsreihe wurde auf diesen knapp 90 Seiten veröffentlicht und in vier Kapitel unterteilt, die jeweils auf einem Vortrag basieren. Inhaltlich gliedern sie sich in die Themen Notlage, Rettung und Dankbarkeit beziehungsweise Hoffnung.

Mir haben insbesondere die ersten beiden Kapitel sehr gut gefallen und mich zum Nachdenken gebracht. Auch das von Bregman beschriebene „Bermuda-Dreieck“, in dem die klügsten Köpfe verloren gehen, fand ich sehr treffend. Gestört hat mich allerdings, dass er immer wieder von diesen sogenannten „klugen Köpfen“ spricht und damit vor allem Absolventen von Eliteuniversitäten meint. Dadurch wirkt sein Verständnis von Intelligenz teilweise etwas einseitig und elitär.

Im dritten und vierten Kapitel versucht Bregman, Hoffnung zu geben, indem er positive Beispiele aus der Vergangenheit anführt, etwa die Rettung der dänischen Juden. Diese Geschichten sind interessant und zeigen eindrucksvoll, dass gesellschaftliche Veränderungen tatsächlich möglich sind und oft von vergleichsweise kleinen Gruppen ausgehen. Allerdings liegen seine Beispiele fast ausschließlich weit in der Vergangenheit. Dadurch fehlt mir etwas der Bezug zu den Problemen unserer heutigen Zeit.

Vor allem hätte ich mir konkretere Ideen dazu gewünscht, wie wir die von ihm beschriebenen Probleme tatsächlich angehen können. Bregman zeigt überzeugend, dass Veränderung möglich ist, bleibt bei der Frage, wie diese Veränderung heute konkret aussehen könnte, jedoch teilweise vage.

Alles in allem ist „Die Rückkehr der Hoffnung“ für mich trotzdem eine schöne Utopie mit vielen interessanten Denkansätzen. Das Buch regt zum Nachdenken an und macht Mut, gesellschaftliche Veränderungen nicht von vornherein für unmöglich zu halten. Wer allerdings konkrete Handlungsempfehlungen für die Gegenwart erwartet, könnte am Ende etwas enttäuscht sein.