Kurze Lektüre mit historischem Blick

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bramblefrog Avatar

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Obwohl das Buch einige interessante Ideen illustriert und spannende Zusammenhänge sowie Vergleiche zieht (z. B. Amerika und der Niedergang des römischen Reichs; Europa und jener von Venedig), hat es mich schlussendlich nicht überzeugen können. Vieles bleibt vage und oberflächlich. Der Autor mahnt zwar, die Dinge beim Namen zu nennen, tut dies dann aber selber nicht konsequent. Für mich ist am Ende nicht klar, inwiefern die “Hoffnung zurückkehren” kann.

Was mir aber gut gefallen hat: Die Sprache ist einfach und zugänglich. Ich habe das Buch innerhalb einer guten Stunde gelesen. Der Blick in die Geschichte zeigt Positives und Negatives auf und erklärt, warum die Errungenschaften von Vorbildern dazu führen, dass wir selber aktiv werden müssen.

Und: Man wird dazu ermutigt, ins Handeln zu kommen. Der Autor fokussiert darauf, dass gute Taten erfolgen, weniger darauf, welche Absichten dahinter zu stecken haben. Das motiviert und fordert den Leser auf, nicht zu viel Zeit mit dem Planen guter Taten zu verbringen (und sie dann nie zu tun).

Schade, dass der Autor dann keine konkreten Handlungsansätze präsentiert. Was mich auch irritiert hat, ist die negative Einstellung gegenüber technologischem Fortschritt wie beispielsweise Künstlicher Intelligenz, die der Autor meines Erachtens nicht überzeugend begründet.

Schlussendlich ist das Buch eine Verschriftlichung von Bregmans vier Vorträgen aus dem Jahr 2025. Nicht mehr und nicht weniger.