Emotional, aber sehr vom Glauben geprägt
Die Leseprobe hat mich durchaus berührt. Gerade der Brief, den Mack an seine verstorbene Tochter Missy zu ihrem 16. Geburtstag schreibt, fand ich sehr emotional. Man spürt, wie sehr dieser Verlust noch immer sein Leben bestimmt und wie viel Trauer in ihm steckt.
Besonders das Bild mit dem Geburtstagskuchen, der draußen im Regen langsam zerfällt, ist mir im Kopf geblieben. Diese Szene fand ich wirklich stark und gleichzeitig unglaublich traurig.
Allerdings ist die Geschichte auch sehr stark vom Glauben geprägt. Es geht viel um Gott, Vergebung, Vertrauen, Trauer und die Frage, wie man nach einem schweren Verlust überhaupt weiterlebt. Stellenweise war mir dieses philosophische und religiöse Nachdenken schon etwas zu viel und dadurch wurde die Leseprobe für mich zwischendurch auch etwas langatmig.
Gegen Ende wird dann deutlich, dass Mack erneut mit dem Mann konfrontiert werden soll, der seine Tochter entführt und ermordet hat. Gerade im Hinblick auf Vergebung und die Frage, ob man einem solchen Menschen überhaupt gegenübertreten kann, finde ich das durchaus interessant..
Emotional hat die Leseprobe durchaus etwas mit mir gemacht, aber der sehr starke religiöse Anteil ist für mich der Punkt, bei dem ich noch nicht weiß, ob mich das über das ganze Buch tragen würde. Weiterlesen würde ich trotzdem.