Große Hoffnungen leider enttäuscht
Ich kannte vor diesem Buch nur den Film Die Hütte – das Buch selbst war für mich also Neuland. Und ehrlich gesagt: Die Rückkehr zur Hütte hat mich nicht abholen können, so sehr ich wollte.
Der Schreibstil war für mich richtig schwer. Ich musste mich immer wieder durch die Sprache kämpfen und fand es nicht leicht, dem Geschehen zu folgen. Die Verbindung zwischen der Realität und den Begegnungen mit Gott wirkt hier viel verwirrter als in Die Hütte. Alles ist verschachtelter, verschwurbelter, weniger greifbar. Ich habe oft gedacht: Was soll mir das jetzt sagen? Und das ist kein gutes Zeichen, wenn man als Lesende ständig aus der Geschichte rausfällt.
Besonders komisch fand ich die Stellen, an denen offensichtlich Humor entstehen sollte. Zum Beispiel dieses „Ich habe das auf eine Schriftrolle getippt“ – nein. Für mich wurde da eher etwas ins Lächerliche gezogen, statt dass es charmant oder witzig wirkt. Der Humor hat bei mir einfach nicht gezündet.
Was mich aber wirklich beschäftigt hat, ist der Umgang mit Mord, Serienkillern und dem Besuch im Todestrakt. Da steckt durchaus Potenzial drin, das Thema hat eine Wucht. Gleichzeitig fand ich die Darstellung der Häftlinge problematisch: Sie werden so geschrieben, als wären sie fast schon Heilige – starke Gläubige, die füreinander beten, Vergebung üben und irgendwie alle eine schöne, runde Glaubensgeschichte mitbringen.
Mir geht es dabei nicht darum, Menschen Vergebung abzusprechen. Ganz im Gegenteil. Aber die Figuren wirken dadurch viel zu glatt, zu aufgeräumt, zu „richtig gläubig“. Für Menschen, die selbst etwas Ähnlich Schweres erlebt haben – etwa durch Gewalt, Verbrechen oder den Verlust durch einen Täter – kann diese Romantisierung richtig wehtun. Ich empfand das als Verharmlosung und als einen starken Triggerpunkt. Vergebung ist kompliziert, schmerzhaft und selten so sauber, wie es hier erzählt wird.
Mein Fazit: Die Grundidee ist gut, wirklich. Es gibt Momente, in denen das Buch eine wichtige Frage berührt. Aber die schwirrblige Sprache, der schwer nachvollziehbare Stil und die zu glatten, fast heiliggesprochenen Figuren machen die Geschichte für mich deutlich schwächer. Ich habe beim Lesen eher Frust und Unbehagen gespürt als Trost oder Inspiration – und das ist schade.
Der Schreibstil war für mich richtig schwer. Ich musste mich immer wieder durch die Sprache kämpfen und fand es nicht leicht, dem Geschehen zu folgen. Die Verbindung zwischen der Realität und den Begegnungen mit Gott wirkt hier viel verwirrter als in Die Hütte. Alles ist verschachtelter, verschwurbelter, weniger greifbar. Ich habe oft gedacht: Was soll mir das jetzt sagen? Und das ist kein gutes Zeichen, wenn man als Lesende ständig aus der Geschichte rausfällt.
Besonders komisch fand ich die Stellen, an denen offensichtlich Humor entstehen sollte. Zum Beispiel dieses „Ich habe das auf eine Schriftrolle getippt“ – nein. Für mich wurde da eher etwas ins Lächerliche gezogen, statt dass es charmant oder witzig wirkt. Der Humor hat bei mir einfach nicht gezündet.
Was mich aber wirklich beschäftigt hat, ist der Umgang mit Mord, Serienkillern und dem Besuch im Todestrakt. Da steckt durchaus Potenzial drin, das Thema hat eine Wucht. Gleichzeitig fand ich die Darstellung der Häftlinge problematisch: Sie werden so geschrieben, als wären sie fast schon Heilige – starke Gläubige, die füreinander beten, Vergebung üben und irgendwie alle eine schöne, runde Glaubensgeschichte mitbringen.
Mir geht es dabei nicht darum, Menschen Vergebung abzusprechen. Ganz im Gegenteil. Aber die Figuren wirken dadurch viel zu glatt, zu aufgeräumt, zu „richtig gläubig“. Für Menschen, die selbst etwas Ähnlich Schweres erlebt haben – etwa durch Gewalt, Verbrechen oder den Verlust durch einen Täter – kann diese Romantisierung richtig wehtun. Ich empfand das als Verharmlosung und als einen starken Triggerpunkt. Vergebung ist kompliziert, schmerzhaft und selten so sauber, wie es hier erzählt wird.
Mein Fazit: Die Grundidee ist gut, wirklich. Es gibt Momente, in denen das Buch eine wichtige Frage berührt. Aber die schwirrblige Sprache, der schwer nachvollziehbare Stil und die zu glatten, fast heiliggesprochenen Figuren machen die Geschichte für mich deutlich schwächer. Ich habe beim Lesen eher Frust und Unbehagen gespürt als Trost oder Inspiration – und das ist schade.