Vergebung?

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brenda_wolf Avatar

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‚Die Hütte‘ war vor Jahren ein Bestseller. Hier ist nun die Fortsetzung.

Zehn Jahre nach den Ereignissen aus ‚Die Hütte‘ wird Mack erneut mit dem dunkelsten Kapitel seines Lebens konfrontiert: Der FBI bittet Mack, ausgerechnet an Missys sechzehnten Geburtstag, den Serienmörder seiner Tochter im Todestrakt zu besuchen. Denn der Mörder J will nur Mack die Verstecke von weitern ermordeten Kindern offenbaren. Nach langen Überlegungen willigt er ein. Diese Begegnung reißt alte Wunden auf – Schmerz, Wut und Zweifel an Gott brechen wieder hervor.

Der Autor hat sich an ein umstrittenes Thema gewagt. Gerade brandet wieder die Diskussion um die Todesstrafe auf, nachdem die Hinrichtung der verurteilten Mörderin Christa Pike durch Verabreichung zweier Giftspritzen missglückte. Ich bin grundsätzlich gegen die Todesstrafe. Mack erlebt einen gebrochenen Täter und erfährt was J zum Mörder werden ließ. Mehr möchte dich darüber nicht verraten.

Macks Gespräche mit Gott sind berührend und stimmen nachdenklich, sind jedoch nicht immer leicht nachvollziehbar. Manche Stellen musste ich mehrmals lesen. Mich hat das Buch etwas enttäuscht. Es weist unnötige Längen auf, der Leser wird auf die Folter gespannt. Es braucht schon etwas Geduld, bis es zum Kern der Handlung kommt. So ganz mitgenommen hat mich die Geschichte nicht.

Fazit: Ein Buch, bei dem es um Schuld, Trauer und Vergebung geht, aber auch um das Verhältnis zu Gott. Für Leser:innen die ;Die Hütte‘ geliebt haben.