Zuviel gewollt

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bezel64 Avatar

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Macks Tochter Missy ist vor zehn Jahren entführt und ermordet worden. Seitdem leidet Mack sehr unter diesem unbeschreiblichen Verlust. Der Mörder sitzt im Todestrakt eines Gefängnisses und möchte einen persönlichen Kontakt zu Mack aufnehmen. Dann würde er Auskunft geben über weitere Morde, die er verübt hat. Mack ist geschockt und hadert sehr mit sich. Widerstrebend lässt er sich auf den Deal ein.

Als ich erfahren habe, dass es einen Fortsetzungsroman gibt, habe ich das erste Buch "Die Hütte" gleich zum zweiten Mal gelesen. Ich hatte mir vorgestellt, dass ich mich so sehr gut auf "Die Rückkehr zur Hütte" vorbereiten kann. Insofern habe ich einen direkten Vergleich.

Leider bin ich ziemlich enttäuscht vom Fortsetzungsroman. Das hat verschiedene Gründe.
Besonders gefreut hatte ich mich auf die Gespräche mit Gott, Jesus und dem Heiligen Geist. Das kam in diesem Buch viel zu selten vor und hätte die Lektüre sicherlich bereichert. Insgesamt gesehen kam auch diesmal kein wirklicher Lesefluss auf, weil der Schreibstil für mich kompliziert und anstrengend zu lesen war. Über die Persönlichkeit von J, dem Mörder von Missy, habe ich mich dann wirklich geärgert. Er ist überhaupt nicht authentisch, charakterlich eindimensional und wird viel zu sehr als Opfer dargestellt, der nichts für seine Taten kann.

Ich glaube, dass der Autor zuviel gewollt hat und unbedingt an den Erfolg des ersten Buches anknüpfen wollte. Dies nimmt der Lektüre aber jede Leichtigkeit und jeden Zauber.
Die Botschaft ist dagegen klar. Der einzige Weg für Mack ist die Vergebung. Sehr deutlich wird in diesem Buch die Ablehnung der Todesstrafe. Dies zieht sich wie ein roter Faden durchs ganze Buch und bekommt hier am Ende doch noch meine volle Zustimmung.

Schweren Herzens muss ich sagen, dass ich die Lektüre nicht unbedingt empfehlen kann. Ich hätte es mir wirklich anders gewünscht!