Fantasy-Elemente kombiniert mit klassischem Schulalltag
Der Einstieg in den zweiten Band überzeugt durch einen erfrischenden, humorvollen und äußerst lebendigen Tonfall. Die Geschichte beginnt mit einem amüsanten, rückblickenden Monolog des Irrlichts Sköll, welcher der Leserschaft gewitzt und etwas eigenwillig das Geschehen des ersten Bandes in Erinnerung rufst.
Anschließend wechselt die Perspektive zu Simeon, einem halb-vampirischen Protagonisten, der sich mit den Tücken des Alltags an einer magischen Schule herumschlagen muss. Neben typischen Teenager-Problemen wie Allergien, Eifersucht auf seine perfekte Schwester Suzelle und ersten Streitereien mit Mitschülern verarbeitet Simeon den verheerenden Verlust seines Armes. Trotz seiner körperlichen Einschränkung und der drohenden Gefahren – etwa durch die unberechenbare Gegenwart der dämonenbesessenen Hanoko oder den plötzlichen Lieferstopp der magischen Substanz Thaum durch die Kobolde – bleibt die Erzählung stets von einem lockeren, schlagfertigen Witz getragen.
Besonders gelungen ist die Dynamik innerhalb der bunten Truppe aus außergewöhnlichen Wesen: Das Zusammenspiel zwischen dem verpeilten Simeon, der taffen Werwölfin Eir, dem herzensguten Lich Joel, der sensiblen Ogerin Prune und dem frechen Irrlicht Sköll sorgt für viel Charme und Unterhaltungswert. Der Text verbindet Fantasy-Elemente gekonnt mit klassischem Schulalltag und schafft eine humorvolle, leicht düstere, aber durchweg mitreißende Atmosphäre.