Potential zum Lesehighlight: Philosophie im Mantel eines Krimis!

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gaudbretonne Avatar

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Dieser Roman hat das Potential zu einem absoluten Lesehighlight, denn er verarbeitet philosophische Frage unter dem Deckmantel einer Kriminalgeschichte.
Bereits die Leseprobe verdient das Prädikat überaus lesenswert, denn dem Autor gelingt es extrem gut, Spannung auf mehreren Ebenen aufzubauen. So stellt sich der aufmerksame Leser durchgängig die Frage, ob der durch zwei Freunde „vertuschte Unfall“ nach Jahren noch aufgedeckt wird und ob der Arzt wegen Beihilfe angeklagt wird. Der Beginn ist so fulminant, dass man als Leser mit stockendem Atem liest und eine Gänsehaut fühlt. Dramaturgisch ist dieser Einstieg also nicht zu topen.
Ganz „en passant“ werden dabei philosophische und gesellschaftliche Fragen nach der Wahrheit, der Schuld und der Zeit auf literarisch sehr ansprechende Weise abgehandelt. Eine überragende Stellung nimmt dabei die Diskussion um Sterbehilfe ein. Schon im Vorwort formuliert Thiele die zentralen Fragen, um die sich der Roman drehen wird: „ Wie wollen wir leben – und wie sterben? Gibt es ein Recht auf einen selbstbestimmten Tod? Und was geschieht mit dem, der uns beim Sterben hilft? Begeht er eine Straftat, einen Mord womöglich, für den er lebenslang ins Gefängnis muss?“. Um dem unbedarften Leser juristisch aufzuklären, wird dann in diesem Vorwort die Rechtslage der Sterbehilfe in Deutschland kurz skizziert. Der folgende Einstieg in die Geschichte greift diese Themen dann direkt auf und katapultiert den Leser in die Vergangenheit der Protagonisten…..

Zu gerne würde ich wissen, wie diese Geschichte ausgeht und ob alle offenen Fragen geklärt werden.