Philosophisch
Die Spur der Vertrauten ist keine rasante Dystopie, sondern ein ruhiger, philosophischer Roman über Freiheit und Identität.Mit Die Spur der Vertrauten entwirft Christelle Dabos eine ungewöhnliche Dystopie. In ihrer Welt besitzt jeder Mensch einen angeborenen Instinkt, der seine Aufgabe im Leben bestimmt. Manche heilen, andere reparieren, Goliath beschützt. Individualität hat in diesem System kaum Platz.
Als Jugendliche spurlos verschwinden und niemand Fragen stellt, beginnen Claire und Goliath, nach der Wahrheit zu suchen. Dabei geraten sie an die Grenzen einer Gesellschaft, die Kontrolle über Freiheit stellt.
Die Welt erschließt sich Stück für Stück und wirkt durch die kurzen Leitsätze zu Beginn vieler Kapitel fast wie ein eigenes Glaubenssystem. Gleichzeitig verlangt der Roman Aufmerksamkeit. Christelle Dabos erzählt ruhig und zwischen den Zeilen, sodass man sich vieles selbst erschließen muss.
Auch die Figuren entwickeln sich eher langsam. Claire und Goliath bleiben lange rätselhaft, gewinnen aber mit der Zeit an Tiefe. Gerade diese Zurückhaltung macht sie glaubwürdig, auch wenn sie emotional etwas auf Distanz bleiben.
Als Jugendliche spurlos verschwinden und niemand Fragen stellt, beginnen Claire und Goliath, nach der Wahrheit zu suchen. Dabei geraten sie an die Grenzen einer Gesellschaft, die Kontrolle über Freiheit stellt.
Die Welt erschließt sich Stück für Stück und wirkt durch die kurzen Leitsätze zu Beginn vieler Kapitel fast wie ein eigenes Glaubenssystem. Gleichzeitig verlangt der Roman Aufmerksamkeit. Christelle Dabos erzählt ruhig und zwischen den Zeilen, sodass man sich vieles selbst erschließen muss.
Auch die Figuren entwickeln sich eher langsam. Claire und Goliath bleiben lange rätselhaft, gewinnen aber mit der Zeit an Tiefe. Gerade diese Zurückhaltung macht sie glaubwürdig, auch wenn sie emotional etwas auf Distanz bleiben.