Total schön gemacht!

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warmersommerregen Avatar

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Als Ben mit seinen Eltern nach Japan zieht, kommt ihm alles zunächst extrem fremd vor. So gibt es in Tokio Hochhäuser, Werbetafeln und riesige Sumo-Ringer, aber auch kleine Gärten mit Bonsai. Und dann gibt es da ja noch die Sprache, die ihn vor Herausforderungen stellt: Wie soll er Freunde finden, wenn er kein Japanisch spricht? Glücklicherweise hat er im Nachbarsjungen Yoshi schnell einen Freund gefunden, mit dem er nicht nur sein neues Zuhause entdecken, sondern auch einen echten Schatz aufspüren kann. Doch plötzlich kommen auch Geister ins Spiel und die Situation wird ganz schön gefährlich. Wie sie wohl dieses Abenteuer meistern?

Das Buch bietet sich perfekt zum gemeinsamen Lesen und Stöbern an - auch durch die in den Bildern zu erkennenden Schriftzeichen, sodass man mehrsprachiges Lesen ermöglichen kann (zum Beispiel, wenn man auf den Werbetafeln "Kamera" erahnen kann, usw.). Auch die Dialoge sind schöne Aufhänger ("Hai" vs. "iee" oder homophone Wörter und Lautunterschiede ("Hallo" - "Haro") im Deutschen und Japanischen), um über die beiden Sprachen ins Gespräch zu kommen. Das Tokio-Setting finde ich sehr gelungen und die Illustrationen zeigen die Kontraste der Stadt. Auch Kanji werden spielerisch erklärt und am Ende finden sich zentrale Begriffe übersetzt.

Die Geschichte ist sehr spannend und geht zum Glück gut aus. Das Lesen hat Spaß gemacht und gerade, wenn man Anknüpfungspunkte an Japan oder Japanisch hat, ist das im Mangastil illustrierte Buch einfach toll.