Starkes Setting, leise Spannung und viele offene Fragen
Nazaré mit seinen gewaltigen Wellen ist nicht nur Kulisse, sondern fühlt sich fast wie eine eigene Figur an. Die Hauptfigur Maren ist verletzlich, angeschlagen und trotzdem aufmerksam: ihre Erinnerungslücken und der verschwundene Mordfall sorgen für eine konstante unterschwellige Spannung. Besonders spannend fand ich die Frage, ob sie sich täuscht oder ob hier jemand bewusst Spuren verwischt. Der Krimi setzt weniger auf Tempo als auf Stimmung, Zweifel und psychologischen Druck. Man muss sich darauf einlassen, wird dafür aber belohnt.