Die Taten aus der Vergangenheit

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„Die Tote von Nazaré“ von dem Autor Miguel Silva ist der erste Band einer neuen Krimi-Reihe mit Setting in Portugal.

Wir begleiten die deutsche Hauptkommissarin Maren Berger, die nach ihrer Dienstverletzung in dem portugiesischen Küstenort Nazaré Ruhe sucht und sich erholen will. Nachdem sie bei einem Banküberfall angeschossen wurde, hat sie Erinnerungslücken und es fällt ihr sehr schwer sich an ihre Ermittlungen vor diesem Vorfall zu erinnern. Doch ihr letzter Fall scheint sie zu verfolgen und direkt nach ihrer Ankunft entdeckt sie eine Leiche, dabei ist sie sich sicher, diese Frau irgendwoher zu kennen. Sie schafft es die örtliche Polizei zu verständigen, doch die Leiche ist daraufhin verschwunden und sie wird nicht ernst genommen. Einzig der Inspetor Ferreira glaubt ihr und schon bald geraten die beiden in einen Strudel von Lügen und Unwahrheiten. Dabei weiß Maren schon bald nicht mehr, wenn sie eigentlich noch trauen kann. Denn auch ihre Kollegen üben weiterhin massig Druck auf sie aus. Maren die eigentlich nicht arbeiten kann, gerät dabei immer tiefer in die Ermittlungsarbeit, bis ihr Leben letztendlich wieder in Gefahr gerät.

Mir hat dieser Krimi wirklich gut gefallen, dabei fand ich die Handlung und auch den Ermittlungsplot gut konstruiert und auch nachvollziehbar. Man kann Maren auch verstehen, dass sie unbedingt weiter ermitteln will, aber dieses Verhalten passt meiner Meinung nach nicht unbedingt zu einer Hauptkommisarin. Sie fliegt übereilt nach Portugal, ohne jemanden davon zu berichten, nicht mal ihre Freundin Dagmar, die in der Nähe von Nazaré wohnt, erzählt sie von ihrem Reiseziel. Dazu wird sie immer wieder Verletzt und macht trotzdem weiter, was mich auch etwas ungläubig zurücklässt, aber die Handlung muss ja irgendwie immer wieder vorankommen.

Die Gefahr und dadurch auch die Spannung waren aber immer wieder gegeben. Dazu auch die Einmischung von ihren Kollegen, die eigentlich von den Erinnerungslücken von Maren nichts wissen und auch nichts wissen sollen, machen einen immer wieder stutzig. Irgendwie erscheint mir Maren dann eher trotzig und meint erst recht weiterzumachen. Ich konnte mich nicht so wirklich mit ihr anfreunden. Schon eher Inspetor Ferreira, dem ich aber auch immer wieder nicht über den Weg getraut habe. Zwischendurch wirken alle irgendwie verdächtig und es wird wirklich sehr spannend, wie überhaupt die Morde zusammenpassen.

Für mich ein solider erste Band, der mich unterhalten konnte.