Ermittlungen auch in der eigenen Vergangenheit
"Die Tote von Nazare" ist ein kurzweiliger, schnell zu lesender Krimi, der portugiesisches Flair beinhaltet ohne, dass es aufdringlich wäre. Auch das wunderbar gestaltete Cover spiegelt dies wider. Marens Perspektive ist die einzige - mehr braucht es auch nicht. Ihre Erinnerungsslücken lassen sie in ihrer eigenen Sache ermitteln. Das ist glaubhaft. Die Interaktionen mit Joao Ferreira und seinem Team sind stimmig. So manches Klischee (Die Deutschen überspringen Smalltalk, um gleich zum Punkt zu kommen) ist sicher nicht aus der Luft gegriffen. Einen halben Stern hätte ich allerdings dafür abgezogen, dass sich Maren (etwas typisch und vorhersehbar für Krimis) dauernd selbst in Gefahr bringt, dadurch dass sie niemanden ins Vertauen zieht und viele Alleingänge macht. Ansonsten ist der Krimi nicht nur für Portugalfans geeignet;).