Lost lässt grüßen

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westeraccum Avatar

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Eine deutsche Polizistin, die nach Portugal kommt und dort bei der Aufklärung eines Mordfalls hilft? Das erinnert an die Krimis über Lost in Fuseta, die ebenfalls von einem deutschen Schriftsteller unter Pseudonym geschrieben werden. Dieses Buch erinnert schon mit der Aufmachung an die Lost-Krimis, ist aber doch ganz anders. Nicht nur, dass mit Hauptkommissarin Maren Berger eine Frau die Hauptperson ist, auch in Stil und Intensität weicht das Buch ab.
Berger will sich in Nazaré, dem Surfer-Hotspot am Atlantik, von einer schweren Schussverletzung erholen und findet direkt am ersten Tag eine Frauenleiche am Strand. Dass diese Leiche mit Marens Verletzung in Zusammenhang steht, stellt sich erst heraus, als ein Kollege aus Köln ebenfalls in Nazaré erschossen wird.
Das Buch ist zuerst etwas verwirrend, dann wird es aber spannend. Allerdings erreicht es nicht die Qualität der Lost-Krimis, da Leander Lost durch seinen Autismus ein ganz besonderer Ermittler ist. Auch fehlt es bisher noch an Lokalkolorit, der Ort und die Menschen dort spielen nur eine Nebenrolle. Da ist noch Spielraum, sollte das Buch sich zu einer Reihe entwickeln. Aber als Urlaubskrimi ist es voll okay.