Morde vor hohen Wellen
Mit »Die Tote von Nazaré« startet Miguel Silva eine neue Krimireihe – angesiedelt in Nazaré, wo der Atlantik nicht nur spektakulär, sondern auch unberechenbar ist.
Nazaré liegt ca. 100 km nördlich von Lissabon direkt am Meer und hat sich seit ca. 15 Jahren als Ort der Surfer etabliert. Hier gibt es die weltweit höchsten Wellen und dementsprechend treffen sich hier die Wellenreiter und ihre Fans.
Maren, Polizistin aus Köln, wurde während eines Banküberfalls schwer verletzt. Sie lag lange im Koma und kämpfte sich erst langsam wieder ins Leben zurück. Sie verglich diesen Kampf mit dem Auftauchen aus einer Riesenwelle und wahrscheinlich fiel auch deshalb ihre Entscheidung für Nazaré, den Ort, der sie endlich wieder gesund machen sollte.
Dummerweise findet sie bereits während ihres ersten Spaziergangs eine Leiche, die, nachdem sie die Polizei informiert hat, auch schon wieder verschwunden ist. Maren hat seit dem Überfall Probleme mit ihrer Erinnerung und traut sich noch nicht wieder zu, sich auf sich selbst zu verlassen. Sie hat Glück, dass der ermittelnde Inspetor João Ferreira der portugiesischen Polizei erstens fließend Deutsch spricht und ihr zweitens glaubt, zumal schon bald eine zweite Leiche auftaucht.
Nazaré ist eigentlich ein Ort, an dem man nachts die Haustüren nicht verschließen muss, die Morde erschüttern den Ort und rufen die portugiesischen Polizeikollegen auf den Plan.
Es stellt sich schließlich heraus, dass die Morde ihren Ursprung in Ereignissen in Köln hatten und dass diese Ereignisse noch weitere Morde nach sich ziehen. An Erholung ist jedenfalls für Maren erstmal nicht zu denken.
Was gefiel mir gut an diesem neuen Krimi aus Portugal?
Schon das Cover des Buches macht mit seinen blauen Kacheln klar, in welchem Land die Handlung spielt und Nazaré scheint mit seinen haushohen Wellen ein faszinierender Ort zu sein
Vor allem die portugiesischen Kommissare machten einen sehr kompetenten Eindruck und übertrafen damit ihre arroganten deutschen Counterparts um Längen, auch wenn die ihre vermeintliche Überlegenheit ständig zeigen mussten
Maren ist eine Frau mit Ecken und Kanten, nicht immer ganz einfach zu nehmen und auch gerne zu Alleingängen bereit, die sie auch in Gefahr bringen können. Da war es gut, dass Ferreira sehr besonnen war und sich bereits im Umgang mit Deutschen auskannte.
Der Krimi hatte reichlich Spannung, cozy konnte man ihn nicht wirklich nennen. Die Elemente, die noch etwas portugiesisches Lebensgefühl transportieren sollten, wie der Fado und Saudade wirkten künstlich und passten meiner Meinung nach nicht so ganz in die Handlung.
Dennoch fand ich, es war ein gut lesbarer und spannender Krimi, auf dessen Fortsetzung im nächsten Jahr ich mich schon freue.
Nazaré liegt ca. 100 km nördlich von Lissabon direkt am Meer und hat sich seit ca. 15 Jahren als Ort der Surfer etabliert. Hier gibt es die weltweit höchsten Wellen und dementsprechend treffen sich hier die Wellenreiter und ihre Fans.
Maren, Polizistin aus Köln, wurde während eines Banküberfalls schwer verletzt. Sie lag lange im Koma und kämpfte sich erst langsam wieder ins Leben zurück. Sie verglich diesen Kampf mit dem Auftauchen aus einer Riesenwelle und wahrscheinlich fiel auch deshalb ihre Entscheidung für Nazaré, den Ort, der sie endlich wieder gesund machen sollte.
Dummerweise findet sie bereits während ihres ersten Spaziergangs eine Leiche, die, nachdem sie die Polizei informiert hat, auch schon wieder verschwunden ist. Maren hat seit dem Überfall Probleme mit ihrer Erinnerung und traut sich noch nicht wieder zu, sich auf sich selbst zu verlassen. Sie hat Glück, dass der ermittelnde Inspetor João Ferreira der portugiesischen Polizei erstens fließend Deutsch spricht und ihr zweitens glaubt, zumal schon bald eine zweite Leiche auftaucht.
Nazaré ist eigentlich ein Ort, an dem man nachts die Haustüren nicht verschließen muss, die Morde erschüttern den Ort und rufen die portugiesischen Polizeikollegen auf den Plan.
Es stellt sich schließlich heraus, dass die Morde ihren Ursprung in Ereignissen in Köln hatten und dass diese Ereignisse noch weitere Morde nach sich ziehen. An Erholung ist jedenfalls für Maren erstmal nicht zu denken.
Was gefiel mir gut an diesem neuen Krimi aus Portugal?
Schon das Cover des Buches macht mit seinen blauen Kacheln klar, in welchem Land die Handlung spielt und Nazaré scheint mit seinen haushohen Wellen ein faszinierender Ort zu sein
Vor allem die portugiesischen Kommissare machten einen sehr kompetenten Eindruck und übertrafen damit ihre arroganten deutschen Counterparts um Längen, auch wenn die ihre vermeintliche Überlegenheit ständig zeigen mussten
Maren ist eine Frau mit Ecken und Kanten, nicht immer ganz einfach zu nehmen und auch gerne zu Alleingängen bereit, die sie auch in Gefahr bringen können. Da war es gut, dass Ferreira sehr besonnen war und sich bereits im Umgang mit Deutschen auskannte.
Der Krimi hatte reichlich Spannung, cozy konnte man ihn nicht wirklich nennen. Die Elemente, die noch etwas portugiesisches Lebensgefühl transportieren sollten, wie der Fado und Saudade wirkten künstlich und passten meiner Meinung nach nicht so ganz in die Handlung.
Dennoch fand ich, es war ein gut lesbarer und spannender Krimi, auf dessen Fortsetzung im nächsten Jahr ich mich schon freue.