Schönes Setting, durchwachsene Umsetzung
Die Ausgangsidee hat mir gut gefallen: Eine Kommissarin, die einen Kopfschuss überlebt hat, reist mit Erinnerungslücken nach Portugal und stolpert dort direkt über eine Tote. Das klang nach einem spannenden Auftakt für eine neue Reihe, und ich wollte auch wissen, wie alles zusammenhängt und endet.
Allerdings hatte ich zunehmend das Gefühl, dass die Handlung sehr konstruiert wirkt. Dass Maren ausgerechnet nach Nazaré reist und sich dort alles mit ihrem Fall aus Köln verbindet, war mir schlicht zu großer Zufall. Wenn das auf unterbewussten Erinnerungen aus dem Koma beruhen sollte, hätte dieser Aspekt viel stärker ausgearbeitet werden müssen und nicht nur mit einer Welle die sie gesehen hat. So wirkte es eher wie ein praktischer dramaturgischer Kniff.
Auch die Verknüpfung der einzelnen Szenen hat mich nicht ganz überzeugt. Vieles wirkte abgehackt oder wie aneinandergereiht, statt organisch erzählt. Die Dialoge empfand ich häufig als steif, wodurch die Figuren insgesamt blass blieben. Besonders die Beziehungen zwischen den Charakteren, sowohl beruflich als auch persönlich, entwickelten sich für mein Empfinden wenig glaubwürdig und teilweise zu schnell.
Was mir hingegen wirklich gut gefallen hat, waren die Beschreibungen von Nazaré. Die Atmosphäre des Küstenortes mit seinen Wellen und dem portugiesischen Flair war lebendig und stimmungsvoll eingefangen, das war für mich die größte Stärke des Romans.
Fazit: Eine interessante Grundidee und ein starkes Setting, aber zu viele Zufälle und wenig glaubwürdige Figurenentwicklung. Insgesamt solide, aber kein Highlight, ich vergebe 3 von 5 Sternen.
Allerdings hatte ich zunehmend das Gefühl, dass die Handlung sehr konstruiert wirkt. Dass Maren ausgerechnet nach Nazaré reist und sich dort alles mit ihrem Fall aus Köln verbindet, war mir schlicht zu großer Zufall. Wenn das auf unterbewussten Erinnerungen aus dem Koma beruhen sollte, hätte dieser Aspekt viel stärker ausgearbeitet werden müssen und nicht nur mit einer Welle die sie gesehen hat. So wirkte es eher wie ein praktischer dramaturgischer Kniff.
Auch die Verknüpfung der einzelnen Szenen hat mich nicht ganz überzeugt. Vieles wirkte abgehackt oder wie aneinandergereiht, statt organisch erzählt. Die Dialoge empfand ich häufig als steif, wodurch die Figuren insgesamt blass blieben. Besonders die Beziehungen zwischen den Charakteren, sowohl beruflich als auch persönlich, entwickelten sich für mein Empfinden wenig glaubwürdig und teilweise zu schnell.
Was mir hingegen wirklich gut gefallen hat, waren die Beschreibungen von Nazaré. Die Atmosphäre des Küstenortes mit seinen Wellen und dem portugiesischen Flair war lebendig und stimmungsvoll eingefangen, das war für mich die größte Stärke des Romans.
Fazit: Eine interessante Grundidee und ein starkes Setting, aber zu viele Zufälle und wenig glaubwürdige Figurenentwicklung. Insgesamt solide, aber kein Highlight, ich vergebe 3 von 5 Sternen.