Spannender Auftakt um das neue Ermittlerduo Maren Berger und João Ferreira
Miguel Silva führt mit seinem Portugal-Krimi „Die Tote von Nazaré“ sein neues Ermittlerduo Maren Berger und João Ferreira ein.
Die Kölner Hauptkommissarin Maren Berger bucht kurzerhand einen Flug nach Lissabon, weiter will sie dann mit einem Auto nach Nazaré, das etwa 120 km nördlich der Hauptstadt liegt. Vor drei Monaten ist ihr Leben aus den Fugen geraten, als sie bei einem Banküberfall schwer verletzt wurde. Fast zwei Wochen lag sie im Koma, seitdem hat sie erhebliche Erinnerungslücken und nun ist sie hier, um Abstand zu gewinnen und sich von den Folgen dieses Überfalls zu erholen.
Kaum angekommen in Nazaré, der Stadt der Wellen, erkundet Maren die nähere Umgebung und entdeckt neben der Surferstatue eine leblose Frau. Sie prüft den Puls – nichts. Sieht ein Einschussloch, direkt ins Herz. Die Frau ist tot. Eine Russin, wie sich später herausstellt. Als die örtliche Polizei eintrifft, ist die Tote verschwunden. Nur einer, Inspetor Ferreira, nimmt ihre Beobachtung ernst. Bald darauf wird ein weiterer Toter aufgefunden. Auf dem Foto, das Ferreira ihr zeigt, erkennt Maren einen Kollegen von ihr. Kölner Kollegen kreuzen in der Gegend um Nazaré auf, die ihr allesamt feindselig begegnen. Mehr noch, sie erhält unverhohlene Drohungen, ihr wird unmissverständlich klar gemacht, dass sie sofort abzureisen hat.
Maren bleibt. Und bringt dadurch nicht nur sich in Gefahr, auch gefallen jemandem Ferreiras Ermittlungen so gar nicht.
Der Krimi wird aus Marens Sicht erzählt, die Leser sind so stets hautnah im Geschehen. Sie ist eine toughe Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, sie geht an ihre Grenzen und darüber hinaus und auch wenn ich sie, die zielstrebige Ermittlerin (die jetzt jedoch als Privatperson gilt) sehr schätze, so kann ich ihre Alleingänge nicht gutheißen. Anders verhält es sich mit ihren Erinnerungslücken zum Banküberfall und davor, die wie ausgelöscht sind. Genau diese Zeit aber scheint wichtig zu sein, um auch das, was nun geschieht, richtig einordnen zu können. Und auch João Ferreira war mir sofort in seiner einfühlsamen, natürlichen Art sympathisch. Er hat es (wie so manch anderer) nicht nötig, den Inspetor hervorzuheben. Beide sind sie gut gezeichnet, auch den anderen Figuren nehme ich ihre Charaktereigenschaften ab, selbst vom Kölner „Kleeblatt“ mitsamt Anhängseln hatte ich sofort ein Bild vor Augen.
Nun, es bleibt nicht bei den Toten, es passiert sehr viel mehr. Wir tauchen tief ein in die schwierige Mordermittlung, in den Drogensumpf, in illegale Geschäfte und dem damit einhergehenden Machtmissbrauch.
Der erste Portugal-Krimi ist durchgehend spannend, lediglich ihre Abneigung und ihre Hinhaltetaktik ihrem Partner gegenüber war ein wenig drüber, auch ihre risikoreichen, geheimen Alleingänge werden einer gestandenen Kommissarin nicht gerecht, selbst wenn sie außer Dienst agiert. Die Örtlichkeit dagegen ist gut gewählt, man möchte direkt vor Ort sein. Gespannt warte ich auf den nächsten Einsatz für die beiden, gerne werde ich sie wieder begleiten.
Die Kölner Hauptkommissarin Maren Berger bucht kurzerhand einen Flug nach Lissabon, weiter will sie dann mit einem Auto nach Nazaré, das etwa 120 km nördlich der Hauptstadt liegt. Vor drei Monaten ist ihr Leben aus den Fugen geraten, als sie bei einem Banküberfall schwer verletzt wurde. Fast zwei Wochen lag sie im Koma, seitdem hat sie erhebliche Erinnerungslücken und nun ist sie hier, um Abstand zu gewinnen und sich von den Folgen dieses Überfalls zu erholen.
Kaum angekommen in Nazaré, der Stadt der Wellen, erkundet Maren die nähere Umgebung und entdeckt neben der Surferstatue eine leblose Frau. Sie prüft den Puls – nichts. Sieht ein Einschussloch, direkt ins Herz. Die Frau ist tot. Eine Russin, wie sich später herausstellt. Als die örtliche Polizei eintrifft, ist die Tote verschwunden. Nur einer, Inspetor Ferreira, nimmt ihre Beobachtung ernst. Bald darauf wird ein weiterer Toter aufgefunden. Auf dem Foto, das Ferreira ihr zeigt, erkennt Maren einen Kollegen von ihr. Kölner Kollegen kreuzen in der Gegend um Nazaré auf, die ihr allesamt feindselig begegnen. Mehr noch, sie erhält unverhohlene Drohungen, ihr wird unmissverständlich klar gemacht, dass sie sofort abzureisen hat.
Maren bleibt. Und bringt dadurch nicht nur sich in Gefahr, auch gefallen jemandem Ferreiras Ermittlungen so gar nicht.
Der Krimi wird aus Marens Sicht erzählt, die Leser sind so stets hautnah im Geschehen. Sie ist eine toughe Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, sie geht an ihre Grenzen und darüber hinaus und auch wenn ich sie, die zielstrebige Ermittlerin (die jetzt jedoch als Privatperson gilt) sehr schätze, so kann ich ihre Alleingänge nicht gutheißen. Anders verhält es sich mit ihren Erinnerungslücken zum Banküberfall und davor, die wie ausgelöscht sind. Genau diese Zeit aber scheint wichtig zu sein, um auch das, was nun geschieht, richtig einordnen zu können. Und auch João Ferreira war mir sofort in seiner einfühlsamen, natürlichen Art sympathisch. Er hat es (wie so manch anderer) nicht nötig, den Inspetor hervorzuheben. Beide sind sie gut gezeichnet, auch den anderen Figuren nehme ich ihre Charaktereigenschaften ab, selbst vom Kölner „Kleeblatt“ mitsamt Anhängseln hatte ich sofort ein Bild vor Augen.
Nun, es bleibt nicht bei den Toten, es passiert sehr viel mehr. Wir tauchen tief ein in die schwierige Mordermittlung, in den Drogensumpf, in illegale Geschäfte und dem damit einhergehenden Machtmissbrauch.
Der erste Portugal-Krimi ist durchgehend spannend, lediglich ihre Abneigung und ihre Hinhaltetaktik ihrem Partner gegenüber war ein wenig drüber, auch ihre risikoreichen, geheimen Alleingänge werden einer gestandenen Kommissarin nicht gerecht, selbst wenn sie außer Dienst agiert. Die Örtlichkeit dagegen ist gut gewählt, man möchte direkt vor Ort sein. Gespannt warte ich auf den nächsten Einsatz für die beiden, gerne werde ich sie wieder begleiten.