Atmosphärisch dicht, aber stellenweise überladen
Die Lesprobe überzeugt mit einer starken, fast filmischen Atmosphäre und einer komplexen Hauptfigur, deren innere Konflikte ebenso präsent sind wie der Kriminalfall. Allerdings wirkt die Sprache stellenweise überfrachtet und bemüht originell, was den Lesefluss eher hemmt als unterstützt. Auch die Vielzahl an Themen – persönliche Geschichte, Migration, Ermittlungsarbeit – wird sehr früh gleichzeitig aufgemacht, ohne sofort klare Struktur zu bieten. Insgesamt macht der Text neugierig, verlangt aber Geduld und Konzentration.