Außergewöhnlicher Schreibstil...aber gefällt mir!
Normalerweise lese ich ungern Bücher, in denen bei der wörtlichen Rede die Anführungszeichen (Gänsefüßchen) weggelassen wurden. Bei der Leseprobe zu "Die Toten von morgen" finde ich es allerdings ein passendes stilistisches Mittel. Mir hat der Einstieg in den Thriller insgesamt richtig gut gefallen, und ich finde das Gelesene irgendwie besonders und auch einmal wohltuend anders geschrieben. Denn hier geht es nicht blos um einen Toten, den man mit Kopfschuss in Berlin aufgefunden hat, und die Ermittlerin Nihal, sondern um viel mehr. Hier scheinen komplexe, tiefergehende Probleme thematisch im Thriller verwoben zu sein, was man gleich auf den ersten Seiten spürt. Unterschwellig schwelt und brodelt da so Vieles - Nihal kommt aus Aserbaidschan und lebt nun in Berlin, ihre Mutter ruft täglich aus der "Heimat" an, beide sprechen allerdings in unterschiedichen "Sprachen" - höchst interessant. Man spürt, dass dieser Thriller hochexplosiv werden könnte, und dies nicht nur auf der kriminalistischen Ebene. Klasse gemacht, auch das Cover!