Alte und neue Verwicklungen

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milena Avatar

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Kommissarin Nihal Khigarian ist hart im Nehmen und auch im Austeilen. Also nicht als typisch weibliche Figur gezeichnet. Anders käme sie aber auch bei der Berliner Polizei nicht zurecht. Sie hat einen Fall zu lösen. Ein junger Mann liegt hingerichtet unter der Charlottenburger Caprivibrücke und alles ist erstmal unklar. Vieles spricht zunächst mal für das Organisierte Verbrechen. Nihal ist aus Hamburg nach Berlin zurückgekehrt und muss sich moralisch mit der Tatsache auseinandersetzen, dass sie ihren Bruder in den Knast gebracht hat, wo dieser schon wieder von krummen Geschäften träumt und sie versucht dazu zu nötigen, Handys einzuschmuggeln. Die Mutter hat den Vater aus der Klinik nach Hause geholt, damit er daheim sterben kann. Sie plädiert an das Mitgefühl der Tochter, das sie aber zumindest äußerlich sichtbar nicht erhält. Saad mit kleiner Tochter entschließt sich Nihal nach Berlin zu folgen, da er mittlerweile davon ausgeht, dass seine Verfolger ihn an jedem Ort der Welt schnappen können und ein Verstecken sinnlos ist. Mehr kann erstmal nicht verraten werden. Mir hat das Buch gut gefallen, ich habe es auch auf einen Rutsch durchgelesen und fand es spannend, wenn auch gelegentlich ein klein wenig überzeichnet. Berlin ist als Schauplatz natürlich eine starke Kulisse.