Ein solider Krimi

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📖 Als in Berlin ein Toter ohne jegliche Anzeichen auf die Identität gefunden wird, gelingt es der Kommissarin Nihal Khigarin durch geschickte Ermittlungsarbeit dem Täter auf die Spur zu kommen. Dabei begegnet ihr auch ein alter Bekannter wieder, den sie eigentlich aus ihrem Leben verbannen wollte.

💫 „Die Toten von Morgen“ ist der zweite Teil der Reihe „Berliner Schattenwelt“ von der Autorin Kim Koplin.
Es sind einige Andeutung zum ersten Band „Die Guten und die Toten“, aber auch ohne ihn gelesen zu haben, können die Leser*innen schnell in die aktuelle Geschichte einfinden. Ein paar der Andeutungen erklären sich im Verlauf der Geschichte auch von selbst.

Die Protagonistin Nihal war anfänglich ein harter Brocken, da es nicht so leicht war, sich in sie hineinzuversetzen, was aber an der Vielschichtigkeit der Figur liegt. Sie ist getrieben von Ehrgeiz und tanzt bei ihren Ermittlungen gerne mal durch Grauzonen.
Im Hinblick auf ihren Bruder, den sie in den Knast gebracht hat, ist sie allerdings sehr straight. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird klar, dass sich hinter ihrer harten Schale ein weicher Kern verbirgt, der eine zutiefst verletzte Seele offenbart.

Ihr „Gegenspieler“ Saad ist so unfassbar sympathisch und das nicht nur, weil er sich sehr hingebungsvoll um seine kleine Tochter Leila, die der heimliche Star der Geschichte ist, kümmert. Natürlich wird schnell klar, dass er nicht so „sauber“ ist, wie der erste Eindruck glauben lässt, aber man kann ihm trotzdem einfach nicht böse sein.

Sprachlich gut geschrieben in überschaubaren Kapiteln. Spannend wird die Geschichte durch die verschiedenen Erzählperspektiven.
An der ein oder anderen Stelle war mit die Story etwas zu vorhersehbar und die Verstrickungen der kriminellen Banden war etwas verwirrend.
Ansonsten ist die Handlung in sich schlĂĽssig gewesen.