Gar nicht meins…

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vianne Avatar

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Vorab: es war leider einfach gar nicht meins, ABER alle, die das Großstadtleben mit all ihren Schatten und Grautönen, Drogen-Bossen und tiefen, aussichtslosen Abgründen mögen, für die ist dieser Thriller genau das Richtige!

Die Toten von Morgen von Kim Koplin ist ein emotionaler, düsterer Roman des wahren Lebens in den zwielichtigeren Gegenden Berlins. Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven geschrieben. Nihal, eine Polizistin, die sich zu verteidigen weiß, geprägt von einem starken Charakter, gleichzeitig lässt sie kaum jemanden an sich ran. Saad, Vater einer kleinen Tochter und mit düsterer Vergangenheit, der er jeden Tag aufs Neue versucht zu entkommen. Mohammed, Clément, King Charles und weitere Nebencharaktere, die immer mal wieder ein Kapitel bekommen.

Was mir an der Geschichte gut gefällt sind die kurzen Kapitel und der doch eher umgangssprachliche und sehr bildliche Schreibstil, weshalb sich das Buch gut lesen ließ (auch wenn es mich von der Handlung her überhaupt nicht überzeugt hat).

Kommen wir jetzt allerdings schon zu den Punkten, weswegen ich leider nur 2 Sterne vergeben kann.
Was mir am meisten Schwierigkeiten bereitet hat ist, dass ich mich mit der Geschichte und den Charakteren nur unglaublich schwer identifizieren konnte. Die Lebensgeschichte sowie das alltägliche Leben der Charaktere war unglaublich düster und von Trauma, einem niedrigen Lebensstandard und dem Leben in einem illegalen Milieu geprägt. Von Prostitution, Drogen, Waffen, Mord war alles dabei.
Für mich einfach zu trist und dunkel.

Auch das Genre - Thriller- finde ich ein wenig unpassend, denn ich hatte kaum das Gefühl der Spannung oder Aufregung. Eher war das Buch selbst für mich ein Thriller, ich habe mich einfach total unwohl und komisch beim Lesen gefühlt und konnte es leider nicht genießen.

Zum Schluss wollte ich noch einmal ansprechen, was ich mir von der Geschichte erhofft hatte. Statt aus so vielen unterschiedlichen Perspektiven geschrieben zu sein und als Leser somit völlig am Geschehen teilzuhaben, hätte ich mir weniger Perspektiven und mehr Fragen gewünscht, die es auch aus Nihals Sicht (Polizei) zu lösen gibt. Durch die vielen Perspektiven gab es keine offenen Fragen, man wusste immer wer wie und wo seine Finger im Spiel hatte, dadurch fehlte die Spannung.