gesellschaftskritisch
Der Kriminalroman hat eine melancholische Grundstimmung, die sich durchzieht und er arbeitet viel mit Atmosphäre, mit moralischen Fragen und weniger mit aktiven, blutrünstigen Szenen. Es geht um die Frage, was wir den Toten schulden und was den Lebenden und wie wir dies bewerten und gewichten, daher lädt es auch sehr zum Nachdenken an. Auch das Thema Schuld steht im Fokus und der Umgang mit Schuld, vor allem mit der kollektiven Schuld. Generell wird nicht nur der aktuelle Todesfall oder die Todesserie alleine betrachtet, sondern immer ein größerer Zusammenhang hergestellt, das hat mir sehr gut gefallen. Wie geht die Gesellschaft damit um, was könnte die Politik verändern, wie könnte man die Zukunft besser gestalten. Da es sich um eine Reihe handelt, wäre es zum besseren Verständnis der Ermittler*innen sinnvoll, den vorigen Teil zu lesen.