Keine schöne Welt
Mit "Die Toten von morgen" liegt bereits der zweite Band rund um die Kommissarin Nihal Khigarian, ihren Ex Saad und das Mädchen Leila vor. Das vorliegende Buch baut auf dem ersten Band auf, so dass ich auf jeden Fall empfehle diesen zuerst zu lesen, um die Dynamiken zwischen den Akteur*innen gut fassen zu können. Inhaltlich geht es um einen toten Mann unter einer Brücke, einen entstehenden Bandenkrieg und viele private Probleme der Akteur*innen. Es passiert richtig viel und mensch bekommt als Leser*in einen guten Einblick in eine kriminelle Welt, in der Recht und Ordnung nichts mehr zählen. Beim Lesen entsteht mehr als einmal das Gefühl, das es dringend nötig ist dort aufzuräumen und die Kriminalität mit Stumpf und Stiel auszurotten. Die Schreibweise Kim Koplins ist eher hart und berichtend, so dass wenig innerlicher Kontakt zu den Akteur*innen entsteht, was ich persönlich etwas schade finde. Wer aber einen Einblick in die kriminielle (Unter-) Welt Berlins sucht, wird hier definitiv fündig werden.