Liebe und Tote in Berlin

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robertp Avatar

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Eine Liebesgeschichte, die mit einem Mord beginnt, findet statt. Die Kommissarin Nihal hat es nicht leicht mit ihrer Leiche, die in Berlin im österreichischen Alpengarten gefunden wird. Eine Hinrichtung, aber wer steckt dahinter? Gleichzeitig mit den Ermittlungen kehrt der „Geduldete“ Asylant Saad mit seiner Tochter Leila wieder nach Berlin zurück. Die beiden – Nihal und Saad – umgibt eine toxische Liebesbeziehung, im wahrsten Sinn des Wortes. In immer kleineren Kreisen kommen sich die beiden und die Mordermittlungen näher. Vorweg, es gibt noch mehr Leichen und die beiden finden zusammen.
Kim Koplin führt hier die Geschichte der Kommissaranwärterin Nihal mit dem Asylanten Saad weiter. Es ist jedoch nicht notwendig den ersten Band zu lesen. Die Rückblenden erklären das Verhältnis der beiden und im vorliegenden Buch vertieft sich die Beziehung zwischen Leila und Nihal – wird daraus bald ein Mutter Tochter Verhältnis (3. Band?).
Ich als Österreicher tue mir hier anfangs schwer die Sprache zu verstehen. Ist das nun tatsächlich Umgangston im Norden oder eine Erhöhung der Umgangssprache in einen künstlichen Slang? Es entsteht aber ein Sog, der mich in das Buch hineinzieht. Die Geschichte ist spannend, witzig und lässt mich nicht vom Haken. Weshalb der Buchtitel zukünftige Tote prophezeit ist mir aber nicht verständlich geworden.
Für alle, die Krimis aus Berlin lieben und eine Liebesgeschichte mit einigen Haken und Ösen nicht verachten. Sehr modern geschrieben und rasch gelesen. Vielleicht kaufe ich mir auch noch den ersten Band (Die Guten und die Toten).